
Recharting Territories: Intradisciplinarity in Translation Studies
Das sich ständig wandelnde Terrain der Übersetzungswissenschaft
Seit den Anfängen der Disziplin in den 1970er Jahren haben Forscher der Übersetzungswissenschaft regelmäßig Metareflexionen geführt. Diese intradisziplinären Debatten, die im Wesentlichen auf der Einschätzung des Übersetzens und des Dolmetschens als zwei unterschiedliche, aber verwandte Formen der Sprachvermittlung mit jeweils eigener Forschungskultur beruhen, haben versucht, eine Bestandsaufnahme des Forschungsstandes innerhalb einer sich ständig ausweitenden Disziplin auf der Suche nach (institutioneller) Identität und Autonomie vorzunehmen.
Recharting Territories schlägt einen umfassenderen und systematischeren intradisziplinären Ansatz zur Erforschung von Translationsphänomenen vor, der auf verschiedenen analytischen Ebenen - theoretisch, konzeptionell, methodisch, pragmatisch - angewandt werden kann und sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede zwischen den Teildisziplinen hervorhebt. Ein solcher Ansatz zielt darauf ab, das Bewusstsein für das sich ständig verändernde Terrain zu schärfen, auf dem sich die Übersetzungswissenschaft bewegt, anstatt eine territoriale Haltung der Wissenschaftler zu postulieren.