
Thalassemia and Other Hemolytic Anemias
Thalassämie ist eine sehr häufige Krankheit, die erstmals 1925 von dem Kinderarzt Thomas Benton Cooley bei einem Patienten italienischer Herkunft beschrieben wurde. Damals wurde sie als Cooleysche Anämie bezeichnet.
George Hoyt Whipple, Nobelpreisträger, und W. L. Bradford, Professor für Pädiatrie an der Universität von Rochester, prägten 1936 den Begriff Thalassämie, der im Griechischen Anämie des Meeres bedeutet (Thalassa bedeutet "Meer" und emia "Blut"), da sie im Mittelmeerraum sehr häufig vorkommt.
Diese Bezeichnung ist eigentlich irreführend, da sie überall auf der Welt vorkommen kann. Bei der Thalassämie handelt es sich nicht um eine einzelne Krankheit, sondern um eine Gruppe von Erbkrankheiten, die die Produktion der Globulinkette des Hämoglobins stören.
Weltweit sind etwa 4,4 von 10.000 Lebendgeburten von Thalassämie betroffen. Sie hat erhebliche soziale und emotionale Auswirkungen auf den Patienten und seine Familie und stellt eine große Belastung für die Gesundheitsdienste dar, wo die Prävalenz hoch ist.