Bewertung:

Das Buch „The Pleasure Gap“ wird für seinen schönen Schreibstil und die aufschlussreiche Erforschung der Sexualität und der Erfahrungen von Frauen hoch gelobt. Es wird als ein befreiendes Werk angesehen, das auf behutsame Weise schwierige Fragen im Zusammenhang mit dem weiblichen Begehren anspricht.
Vorteile:Es ist wunderschön geschrieben, sehr empfehlenswert, lässt die Stimmen der interviewten Frauen zu Wort kommen, stellt nachdenkliche Fragen, behandelt die Themen mit Sorgfalt, enthält faszinierende Berichte über neue Erfahrungsmöglichkeiten und ist sowohl elegant als auch angenehm zu lesen.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser merkten an, dass das Buch vielleicht nicht für jeden ansprechend ist, z. B. für Partner oder Ehegatten, die sich vielleicht nicht für das Thema interessieren.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Pleasure Gap: American Women and the Unfinished Sexual Revolution
Die amerikanische Kultur ist sexuell liberaler denn je.
Doch im Vergleich zu den Männern ist das sexuelle Vergnügen der Frauen nicht gewachsen: Bis zu 40 Prozent der amerikanischen Frauen leiden unter einem sexuellen Unwohlsein, das klinisch als geringes sexuelles Verlangen bezeichnet wird. Aufgrund dieses geringen Verlangens, der gedämpften Lust und der Tatsache, dass sie Sex eher als Arbeit denn als Lust empfinden, sind Millionen von Frauen mit ihrem erotischen Leben unzufrieden.
Zu lange wurde dieses Defizit mit der Biologie, dem Stress und dem Alter der Frauen erklärt. In The Pleasure Gap weist Katherine Rowland die Idee zurück, dass Frauen sich mit verminderter Lust zufrieden geben sollten. Stattdessen plädiert sie dafür, dass Frauen die Ungleichheit im Schlafzimmer genauso ernst nehmen sollten wie am Arbeitsplatz und ihre Ursachen und Auswirkungen verstehen.
Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen und Interviews mit mehr als hundert Frauen und Dutzenden von Sexualmedizinern zeigt Rowland, dass die Kluft zwischen den Geschlechtern weder ein medizinisches noch ein psychologisches Problem ist, sondern vielmehr ein Ergebnis des gestörten Verhältnisses unserer Kultur zum sexuellen Ausdruck von Frauen. Diese provokante Erforschung der modernen Sexualität ist ein Plädoyer für die endgültige Überwindung der Kluft.