Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Theater in the Middle East: Between Performance and Politics
Die in diesem Buch versammelten Aufsätze namhafter Dramatiker und Wissenschaftler zeigen neue Wege auf, das Theater im Nahen Osten nicht als geografischen, sondern als transkulturellen Aufführungsraum zu verstehen. Was dieses Buch von früheren Werken unterscheidet, ist die Tatsache, dass es eine neue Analyse einer Reihe von Theaterpraktiken in einer Region bietet, die im Großen und Ganzen für ihre Geschichte von Traditionen und Kulturen ignoriert wird, und zwar durch die Betonung verschiedener Aufführungen in wechselnden Kontexten.
Die Themen umfassen arabische, iranische, israelische und diasporische Theater, von pädagogischen Perspektiven bis zur Neuerfindung von Traditionen, von Übersetzungspraktiken bis zum politischen Widerstand durch verschiedene Aufführungen vom neunzehnten Jahrhundert bis zur Gegenwart. Das Buch befasst sich daher nicht nur mit dem theatralischen Inhalt bestimmter oder einer Reihe von Stücken in einer Vielzahl von Medien, von der Bühne bis zum Radio, sondern auch mit politischen Implikationen, sich verändernden Vorstellungen von Heimat und Exil und Praktiken der Identität durch eine Reihe von Aufführungen in lokalen und translokalen Settings.
Das Buch zeigt, dass es einheimische Akteure gibt, von Schauspielern über Produzenten bis hin zum Publikum, die durch die Neuerfindung von Traditionen, Pädagogik, Medien und Übersetzung Theater (neu) machen. Das Buch zeigt auch, dass zwar alles Theater eine Aufführung ist, aber was genau "Aufführung" bedeutet, hängt vom gelebten Kontext des Publikums und der Darsteller ab, die Theater in seinen verschiedenen Formen und auch als Reaktion auf Konflikte, Krieg, Besatzung, Patriarchat, Heimat und Exil machen.