
Theatre, Performance and Commemoration: Staging Crisis, Memory and Nationhood
Wie spricht der Akt der Aufführung mit dem Konzept des Gedenkens? Wie und warum fungiert das Gedenktheater als ein konzeptioneller, historischer und politischer Ort, von dem aus Ideen von Nationalismus und Nationalität hinterfragt werden können? Dieser Band untersucht, wie Theater und Performance eine Bühne für Akte des Gedenkens schaffen, indem sie Krisen des Hasses, des Nationalismus und der Migration sowie politischen, rassistischen und religiösen Fanatismus berücksichtigen.
Es werden Fallstudien aus ganz Europa, dem Nahen Osten, Asien, Afrika und Lateinamerika vorgestellt. In den vier Teilen des Buches wird das Gedenken jeweils aus einem anderen theoretischen Blickwinkel betrachtet und es werden neue Dramaturgien für Forschung und Studium vorgestellt.
Während Teil 1 einen kritischen Überblick über die Diskurse des 20. und 21. Jahrhunderts bietet, deckt Teil 2 die der zeitgenössischen Dramaturgie zugrunde liegenden Gedenkpraktiken auf und wendet sie auf Theaterstücke und Performances an.
Dazu gehören Werke von Martin Lynch, Frank McGuinness, Sanja Mitrovic, Theater RAST, Les SlovaKs Dance Collective, Estela Golovchenko, Wajdi Mouawad, ine Stapleton, CoisCim, ANU Productions, Aubrey Sekhabi sowie indische und afrikanische Tanzpraktiken. In den letzten Abschnitten wird untersucht, wie individuelle und kollektive Erinnerung und Gedenkveranstaltungen zu Instrumenten für Propaganda und politische Agenden werden können.