Bewertung:

Das Buch ist in erster Linie ein persönlicher Bericht über die Erfahrungen der Autorin mit dem Theater im Vereinigten Königreich und weniger ein umfassender historischer Überblick über die christliche Einstellung zum Theater. Obwohl es interessante und gut recherchierte Elemente enthält, insbesondere in den Diskussionen über Frauen und Amateuraufführungen, erfüllt es möglicherweise nicht die Bedürfnisse von Forschern, die einen historischen Bericht suchen.
Vorteile:Das Buch ist charmant und fesselnd, mit einem gut recherchierten Inhalt und einem enthusiastischen Schreibstil. Die Untersuchung von Isabella in „Measure for Measure“ ist überzeugend argumentiert, und die Beschreibung von Amateuraufführungen der Passionsspiele ist besonders fesselnd.
Nachteile:Dem Buch fehlt es an einer kohärenten Struktur und es fällt ihm schwer, das Christentum zu definieren und seine Argumente zu formulieren. Die Fokussierung auf Frauen, Amateuraufführungen und Straftaten wirkt willkürlich, und die Arbeit geht nicht auf theologische Perspektiven ein, die die Diskussion bereichern könnten.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Theatre and Christianity
Dieser kritische neue Titel in der Reihe Theater & untersucht die schwankende Beziehung zwischen Theater und Christentum, indem er sich auf die wichtigsten Überschneidungspunkte konzentriert - die Herausforderung des Realismus und des Realen, die Behandlung von Frauen und die Rolle von Amateuraufführungen.
Das Buch deckt ein breites Spektrum an Beispielen vom Mittelalter bis zur Gegenwart ab und untersucht, wie Theater und Christentum manchmal dramatisch aufeinanderprallten und manchmal einander mit großer Wirkung umarmten. Dieses fesselnde und aufschlussreiche Buch bietet einen Einblick in die komplexe Dynamik zwischen Theater und Christentum und eignet sich hervorragend für Studenten und Doktoranden der Theater- und Religionswissenschaften.