
Theo-Politics?: Conversing with Barth in Western and Asian Contexts
Auf der Grundlage des theologischen Werks von Karl Barth erörtern die Autoren dieses Bandes die komplexen Verflechtungen zwischen dem Religiösen und dem Politischen, die mit dem Begriff Theo-Politik bezeichnet werden.
Aus verschiedenen politischen und kulturellen Kontexten (Deutschland, Großbritannien, USA, Hongkong, Taiwan und die Volksrepublik China) und aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven (Evangelische Theologie, Politikwissenschaft und Soziologie) befassen sich die Autoren mit den gegenwärtigen Herausforderungen bei der Verbindung von Religiösem und Politischem in westlichen und asiatischen Gesellschaften. Zu den analysierten Themen gehören die Auswirkungen unterschiedlicher kultureller Hintergründe auf bestimmte theopolitische Arrangements, theologische Einschätzungen politischer Macht, die politische Bedeutung individueller und gemeinschaftlicher christlicher Existenz und der Platz christlicher Gemeinschaften in Zivilgesellschaften.
In ihrer differenzierten Auseinandersetzung mit diesen Themen plädieren die Autoren weder für ein privatisiertes, unpolitisches Verständnis des christlichen Glaubens noch für eine Religionspolitik, die moderne Differenzierungs- und Säkularisierungsprozesse überwinden will. In kritischer Auseinandersetzung mit der Theologie Barths untersuchen sie die christliche Verantwortung im und für den politischen Raum und reflektieren die Praxis dieser Verantwortung in westlichen und asiatischen Kontexten.