Bewertung:

Das Buch enthält einen Dialog zwischen John Médaille und Thomas Storck, in dem die philosophischen und theologischen Grundlagen ihrer jeweiligen Herangehensweise an Gott und die Wirklichkeit untersucht werden. Médaille betont die Bedeutung des Erzählens und der Poesie für das Verständnis der Theologie, während Storck die thomistische philosophische Tradition verteidigt. Der Austausch wird als anspruchsvoll und wirkungsvoll beschrieben, zeigt aber auch die Grenzen der jeweiligen Ansätze auf.
Vorteile:Das Buch bietet eine faszinierende Untersuchung der gegensätzlichen Ansätze in Theologie und Philosophie. Der Dialog wird als beispielhaft, erfrischend und anspruchsvoll beschrieben, wobei beide Autoren ihre Positionen klar formulieren. Das Buch wird geschätzt, weil es zu einem intellektuellen Gespräch auf hohem Niveau anregt.
Nachteile:Einige Leser finden die Argumente von Médaille frustrierend und undurchsichtig und zirkulär. Es gibt Kritik an den Grenzen des Thomismus und die Befürchtung, dass er die theologische Landschaft verengt und diejenigen entfremdet, die nicht zum aristotelischen Denken neigen. Auch für diejenigen, die eine gründliche Lösung der aufgeworfenen Fragen erwarten, könnte der Dialog unvollständig oder unbefriedigend erscheinen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Theology: Mythos or Logos?: A Dialogue on Faith, Reason, and History
John M daille behauptet, dass Philosophen - angefangen mit dem vollendeten Dialektiker Sokrates, der Euthyphro eine gründliche Abreibung verpasst - den besonderen Zugang, den Theologen und Dichter zu den letzten Wahrheiten im Herzen aller menschlichen Erfahrung haben, unrechtmäßig unterdrückt haben.
Thomas Storck wendet ein: Die Fähigkeit, die Wirklichkeit so zu sehen, wie sie ist, Prinzipien zu entdecken und Schlussfolgerungen zu ziehen, ist für den Menschen so natürlich wie das Atmen und das Gehen; schließlich sagt sogar die Heilige Schrift, dass wir keine Entschuldigung haben, wenn wir Gott in seinen Werken nicht erkennen, wenn wir dem Zeugnis der Wunder und den Beweisen der Offenbarung nicht nachgeben. Aber was ist denn die Vernunft? Gibt es überhaupt Tatsachen ohne Urteile, Urteile ohne Interpretationen und Interpretationen ohne Weltanschauungen, die sich durch die Geschichten, die wir lernen und uns gegenseitig erzählen, entwickeln? Es geht hin und her, Storck verteidigt die Philosophie, die Objektivität und den Thomismus, während M daille versucht, ihre verletzlichen Flanken zu entlarven.
Wie selten ist in einer Welt der Schlagworte und der kurzen Aufmerksamkeitsspannen ein liebenswürdiger, durchdringender, nachhaltiger Dialog zwischen zwei Denkern von großer Intelligenz und unzweifelhaft gutem Willen, die, obwohl sie in vielen Dingen nicht einer Meinung sind, doch immer wieder zum zentralen Geheimnis Christi, dem höchsten Logos und dem Opferlamm, zurückkehren.