
Theories of Resistance: Anarchism, Geography, and the Spirit of Revolt
Der Raum ist nie eine neutrale „Bühne“, auf der die sozialen Akteure ihre Rollen spielen, manchmal miteinander kooperieren, manchmal gegeneinander kämpfen. Der Raum hat vielfältige und komplexe Funktionen bei der Entwicklung sozialer Beziehungen, er ist ein Bezugspunkt für die Identitätsbildung, eine materielle Voraussetzung für die Existenz und ein Machtinstrument.
Dieses Buch untersucht die Art und Weise, wie der Raum für den Widerstand genutzt wurde, insbesondere in linkslibertären Kontexten. Von den frühen anarchistischen Organisationsbemühungen im 19. Jahrhundert bis hin zu den zeitgenössischen sozialen Bewegungen der mexikanischen Zapatisten werden in den Kapiteln eine Reihe von Fällen untersucht, um sowohl die Grenzen als auch die Möglichkeiten der Nutzung von Raum in der anarchistischen Praxis aufzuzeigen.
Indem es die Produktion anarchistischer Räume theoretisiert, zielt das Buch darauf ab, neue geografische Imaginationen zu fördern, die energisch alternative Praktiken kultivieren, um den Status quo herauszufordern. Es zeigt, dass räumliche Reorganisation, räumliche Praktiken und räumliche Ressourcen auch eine Grundvoraussetzung für menschliche Emanzipation, Autonomie und Freiheit sind.