Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 3 Stimmen.
There Goes a Mensch: A Memoir
Alexander Granach wurde 1893 in Werbowitz, einem kleinen Dorf am östlichsten Rand der österreichisch-ungarischen Monarchie, geboren und wurde in der Weimarer Republik zu einem der erfolgreichsten deutschen Bühnen- und Filmschauspieler.
Er spielte in bahnbrechenden Klassikern des deutschen expressionistischen Kinos, vor allem in "Nosferatu", und hatte später in Hollywood Nebenrollen in Filmen mit Greta Garbo, Spencer Tracy und Ingrid Bergman. "There Goes a Mensch" ist seine frühe Lebenserinnerung, ein Werk, das seit seiner Erstveröffentlichung 1945 in Deutschland über viele Auflagen hinweg bleibende Resonanz und anhaltenden Erfolg gefunden hat.
Geschrieben in Los Angeles unter der kriegsbedingten Ausgangssperre für deutsche Emigranten, erzählt Granach die erste Hälfte eines Lebens, das ihn von abgelegenen jüdischen Schtetls in Galizien zur renommiertesten Schauspielschule in Berlin führte, wo er seinen Aufstieg zum Theater begann und als "König der Ostjuden" bekannt wurde. Er überlebt die italienische Front, Kriegsgefangenschaft und eine Flucht über die Alpen, bevor er auf die Bühne zurückkehrt. In den dynamischen Künstlerkreisen des Weimarer Berlins verankert, war Granach Freund und Kollege vieler großer Schriftsteller, Regisseure und Schauspieler der damaligen Zeit.
Lion Feuchtwanger nannte ihn "den expressionistischsten aller Schauspieler der expressionistischen Ära", andere bezeichneten ihn als eine Urgewalt der Natur. Endlich mit zahlreichen Fotos erhältlich, bemüht sich diese Ausgabe, das Vermächtnis Granachs zu bewahren, ein Werk, zu dessen Vollendung ihn Bertolt Brecht und Thomas Mann drängten, das sowohl ein Selbstporträt als auch ein Porträt der Epochen und Milieus darstellt, die ihn geprägt haben.