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Thomas Brackett Reed: The Gilded Age Speaker Who Made the Rules for American Politics
Thomas Brackett Reed definierte einen "Staatsmann" als "einen erfolgreichen Politiker, der tot ist" und ließ sich bei der Verfolgung seiner Ziele als Kongressabgeordneter einen gewissen Spielraum. Sein Führungsstil ist in den Reed-Regeln festgehalten, die als institutionelle Grundlage des modernen Repräsentantenhauses und als Metapher für die Praxis der Machtpolitik zu parteipolitischen Zwecken dienen.
Thomas Brackett Reed erzählt die Geschichte einer atemberaubenden Karriere im Goldenen Zeitalter. Sprecher Reed erreichte einen Höhepunkt, als die Republikaner im Anschluss an eine Umgestaltung des parlamentarischen Verfahrens, die durch seine dramatische Weigerung, die nach den Regeln von 1890 zulässigen Verzögerungstaktiken anzuerkennen, eingeleitet wurde, bahnbrechende Gesetze verabschiedeten. Monate später führte Reed die Republikaner zu einer katastrophalen Wahl außerhalb des Jahres, die seine Partei die einheitliche Regierungskontrolle kostete und ihr nur 26 Prozent der Sitze im Repräsentantenhaus bescherte. In den späten 1890er Jahren kehrte er als Sprecher des Repräsentantenhauses zurück, als er sich wegen der Frage des amerikanischen Expansionismus von den anderen Republikanern entfremdete.
Indem er umfangreiche Archivrecherchen mit politikwissenschaftlichen Erkenntnissen kombiniert, bietet Robert Klotz eine ausgewogene Darstellung von Reeds Führungsrolle im Kongress. Während die Reed-Regeln die Mehrheitspartei im Repräsentantenhaus zum Regieren befähigen, können sie auch parteipolitische Zwietracht schüren, indem sie der Mehrheit erlauben, spezielle Regeln für Gesetzesvorlagen zu schaffen und gegnerische Standpunkte zu vernachlässigen. Letztlich beleuchtet die Biografie die transzendente Herausforderung, in einer polarisierten Politik einen Kompromiss zu finden.