
Thomas Hirschhorn: The Bijlmer Spinoza-Festival: The Ambassador's Diary
Bericht eines Kunsthistorikers über Hirschhorns Spinoza-Festival 2009 in Amsterdam
Das Bijlmer Spinoza-Festival ist ein skulpturaler Veranstaltungsraum, den der Schweizer Künstler Thomas Hirschhorn (geb. 1957) 2009 in einem Amsterdamer Randbezirk, dem Bijlmer, geschaffen hat. Der Anlass folgt seiner Gewohnheit, provisorische Räume und Denkmäler für Philosophen und Schriftsteller wie Walser und Gramsci zu schaffen.
Das Buch erzählt das Ereignis mit den Augen seiner „Botschafterin“, der Kunsthistorikerin Vittoria Martini, die vom Künstler eingeladen wurde, Augenzeugin der Existenz dieses „prekären“ Werks zu sein. Hirschhorn versteht den Begriff „prekär“ als positiv und kreativ - ein Mittel, um die Bedeutung des Augenblicks und des Ortes zu betonen, um das Hier und Jetzt zu bekräftigen.
Martinis Kommentar führt den Leser durch ihre Erfahrungen beim Bijlmer Spinoza-Festival und vermittelt ein tiefes Verständnis dafür, wie ein Werk, das physisch nicht mehr existiert, im Geist weiterleben kann.