Bewertung:

Die Rezensionen reflektieren den umfangreichen philosophischen Hintergrund von Dr. Knasas, insbesondere seinen Schwerpunkt auf den heiligen Thomas von Aquin. Das Buch baut auf seinen früheren Werken auf und erforscht den existentiellen Thomismus, wobei er sich auf das Wesen Gottes und die Interpretationen der philosophischen Argumente des Aquinas konzentriert. Während es in der thomistischen Philosophie eine reiche Tradition der Debatte gibt, die die Bedeutung des wissenschaftlichen Diskurses hervorhebt, betont der Autor die gemeinsame Suche nach Wahrheit unter Gelehrten, selbst inmitten von Meinungsverschiedenheiten.
Vorteile:⬤ Tiefes Wissen: Dr. Knasas verfügt über jahrzehntelange Lehrerfahrung und ein tiefes Verständnis der Philosophie von Aquin.
⬤ Gelehrte Beiträge: Das Buch leistet einen Beitrag zum existentiellen Thomismus und setzt sich mit wichtigen philosophischen Ideen und Debatten auseinander.
⬤ Intellektuelle Strenge: Die Diskussionen unter den Gelehrten zeugen von einem hohen Niveau der Debatte und dem Streben nach Wahrheit in der Philosophie.
⬤ Komplexität: Die philosophischen Diskussionen können für Gelegenheitsleser kompliziert und herausfordernd sein.
⬤ Spezialisierter Fokus: Das Buch könnte vor allem diejenigen ansprechen, die bereits mit der thomistischen Philosophie vertraut sind, was den Leserkreis möglicherweise einschränkt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Thomistic Existentialism and Cosmological Reasoning
Die kosmologische Argumentation ist eine wichtige Facette der klassischen Argumente für die Existenz Gottes, aber diese Argumente sind Gegenstand vieler Kritiken gewesen. Die These dieses Buches ist, dass Thomas von Aquin viele der klassischen Einwände gegen die kosmologische Argumentation entkräften kann. Diese Einwände kritisieren die kosmologische Argumentation wegen ihrer Verwendung des Prinzips der hinreichenden Vernunft, ihres Begriffs der Existenz als Prädikat, ihrer Verwendung ontologischen Denkens, ihres Rückgriffs auf den Sinnesrealismus, ihres Ignorierens des Problems des Bösen und ihrer Anfälligkeit für die Kritik der "Ontotheologie", wie sie bekanntlich von Heidegger vorgebracht wurde. Auf alle diese Einwände wird eine Antwort gegeben, die zeigt, dass Aquins De Ente et Essentia Argumentation für Gott als esse tantum ein nuancierteres Verständnis der Existenz eines Dings verwendet, als es in Leibniz' klassischen kosmologischen Argumenten zu finden ist.
Zweitens schlägt das Buch vor, dass die Art der Argumentation, die in Aquins De Ente zu finden ist, in einer robusteren Version formuliert werden kann. Ausgehend von Aquins Eingeständnis, dass die philosophische Gotteserkenntnis ein Vorrecht der Metaphysik ist, wird im zweiten Hauptteil des Buches ausführlich dargelegt, wie die robustere Version von De Ente der Interpretationsschlüssel für Aquins zahlreiche Argumente für Gott ist. Daher sollte das Buch sowohl für Philosophen von Interesse sein, die sich mit kosmologischen Argumenten beschäftigen, als auch für Thomisten, die an einem Verständnis von Aquins viae zu Gott interessiert sind.
Schließlich besteht der tiefere Zweck des Buches darin, das Interesse am thomistischen Existentialismus wiederzuerwecken, einer Interpretation von Aquin, die in den 1950er Jahren in den Werken von Etienne Gilson, Jacques Maritain und Joseph Owens ihre Blütezeit erlebte. Nach dieser Interpretation ist die Existenz eines bestimmten Dings die Aktualität des Dings im Sinne eines unterscheidenden actus, der sich nicht in etwas anderes übersetzen lässt, z. B. in die Tatsache, dass das Ding eine Form hat oder dass das Ding eine Form hat. In diesem Buch wird deutlich erklärt, wie diese Interpretation die Metaphysik des Thomas betrachtet und warum sie hilft, metaphysische Wirklichkeiten zu erhellen.