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Thomist Realism and the Linguistic Turn: Toward a More Perfect Form of Existence
Philosophen werden mit der Lektüre von John O'Callaghans neuem Buch Thomistic Realism and the Linguistic Turn reichlich belohnt werden. Auf der Grundlage seiner umfassenden Kenntnisse von Aristoteles und Aquin bietet O'Callaghan nicht nur eine ausgezeichnete Abhandlung über Aquins Erkenntnistheorie, sondern auch eine hervorragende Darstellung dessen, was Aquin zu den heutigen Debatten beitragen kann.
Traditionell standen sich die Lager des Realismus und des Idealismus auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie heftig gegenüber. Die Thomisten beteiligten sich an der Auseinandersetzung mit dem Idealismus aus ihrer einzigartigen realistischen Position heraus. Nach Wittgenstein wurde der Konflikt von einer Form der Erkenntnistheorie dominiert, die alles Wissen in der sprachlichen Praxis begründet.
Da Thomisten in einem textuellen und historischen Modus arbeiten, ist ihre Antwort auf den technischen Ansatz der analytischen Philosophie, in der die meisten linguistischen Erkenntnistheoretiker schreiben, nur langsam erfolgt. O'Callaghan schließt diese Lücke fachkundig, indem er die beiden Bereiche erfolgreich zusammenführt.