Bewertung:

Das Buch „Tituba: Reluctant Witch of Salem“ von Elaine G. Breslaw bietet eine detaillierte biografische Analyse von Tituba, die gängige Missverständnisse widerlegt und sich auf ihren Hintergrund als Arawak und ihre Erfahrungen im kolonialen Amerika konzentriert. Während viele Rezensenten die wissenschaftliche Herangehensweise und das Licht, das sie auf eine missverstandene historische Figur wirft, schätzen, wird Kritik an der Redundanz und dem spekulativen Charakter des Buches laut.
Vorteile:⬤ Bietet eine gut recherchierte und umfassende Darstellung von Tituba und wirft ein neues Licht auf ihr Leben und ihren kulturellen Hintergrund.
⬤ Der Text ist sowohl für ein akademisches Publikum als auch für Gelegenheitsleser, die sich für die amerikanische Geschichte interessieren, zugänglich.
⬤ Die Autorin verwendet eine Vielzahl historischer Quellen, was die Glaubwürdigkeit der Erzählung erhöht und die weitere Erforschung des Themas fördert.
⬤ Wertvolle Anhänge verstärken den pädagogischen Aspekt des Buches.
⬤ Der Text wird oft als repetitiv kritisiert, da der Autor Punkte mehrfach wiederholt, was der Gesamtqualität abträglich sein kann.
⬤ Einige Teile des Buches neigen eher zu Spekulationen, als dass sie solide Beweise präsentieren, was zu Fragen über seine historische Genauigkeit führt.
⬤ Mehrere Rezensenten empfanden das Buch als langsam und dicht und gaben an, dass es teilweise mühsam oder überwältigend zu lesen sein könnte.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Tituba, Reluctant Witch of Salem: Devilish Indians and Puritan Fantasies
Ein bahnbrechender Beitrag zur Frauengeschichte, der ein neues Licht auf die Salemer Hexenprozesse und eine ihrer wichtigsten Teilnehmerinnen, Tituba aus The Crucible, wirft.
In diesem wichtigen Buch behauptet Elaine Breslaw, Tituba wiederentdeckt zu haben, die schwer fassbare, geheimnisvolle und oft mythologisierte indianische Frau, die 1692 in Salem der Hexerei angeklagt und in Arthur Millers Der Schmelztiegel" verewigt wurde.
Das Buch rekonstruiert das Leben der Sklavin, die im Mittelpunkt der berüchtigten Hexenprozesse von Salem stand, und folgt Tituba von ihren wahrscheinlichen Ursprüngen in Südamerika bis nach Barbados, wobei die landläufige Meinung, Tituba sei Afrikanerin gewesen, nachdrücklich widerlegt wird. Die einzigartige multikulturelle Natur des Lebens auf einer Zuckerplantage in Barbados im 17. Jahrhundert - geprägt von einer Mischung aus englischer, indianischer und afrikanischer Lebensweise und Folklore - hat die Welt der jungen Tituba und die mentalen Bilder, die sie mit nach Massachusetts brachte, entscheidend geprägt.
Breslaw unterteilt Titubas Geschichte in zwei Teile. Der erste Teil konzentriert sich auf Titubas Wurzeln in Barbados, der zweite auf ihr Leben in der Neuen Welt. Die Autorin betont die untrennbar miteinander verbundenen Welten der Karibik und der nordamerikanischen Kolonien und veranschaulicht, wie die puritanische Weltanschauung durch ihre Wahrnehmung besessener Indianer beeinflusst wurde. Breslaw argumentiert, dass Titubas Geständnis, Hexerei zu praktizieren, deutlich ihre klugen und entschlossenen Bemühungen offenbart, sich durch aktive Manipulation der puritanischen Ängste zu schützen. Dieses Geständnis, das als Beweis für eine teuflische Verschwörung gewertet wurde, war der zentrale Auslöser für die katastrophalen Ereignisse, bei denen 19 Menschen hingerichtet und über 150 inhaftiert wurden, darunter auch ein fünfjähriges Mädchen.
Tituba, die widerspenstige Hexe von Salem ist ein bahnbrechender Beitrag zur Frauengeschichte und zur frühen amerikanischen Geschichte und wirft ein neues Licht auf eine der schmerzlichsten Episoden der amerikanischen Geschichte, und zwar durch die Augen ihrer wichtigsten Teilnehmerin.