Töchter des Wassermanns: Frauen der Gegenkultur der sechziger Jahre

Bewertung:   (4,6 von 5)

Töchter des Wassermanns: Frauen der Gegenkultur der sechziger Jahre (Gretchen Lemke-Santagelo)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch befasst sich mit der Rolle der Frauen in der Gegenkulturbewegung der 1960er Jahre und beleuchtet ihren Beitrag in einer entscheidenden Zeit der Geschichte. Es wird hervorgehoben, wie wichtig diese Frauen für die Gestaltung des sozialen Wandels und die Vorbereitung des Bodens für zukünftige Bewegungen waren. Einige Leser waren jedoch der Meinung, dass es dem Buch an akademischer Strenge und Tiefe mangelt und dass seine Erzählungen eher anekdotisch als analytisch sind.

Vorteile:

Gelobt wird das Buch für seine informative und zu Herzen gehende Erkundung der Rolle der Frauen in der Gegenkultur der 1960er Jahre. Die Leserinnen und Leser schätzen die genauen Bezüge und persönlichen Verbindungen, die in den Erzählungen hergestellt werden, sowie die Anerkennung der Beiträge der Frauen in dieser transformativen Zeit. Das Buch wird als eine zeitgemäße Würdigung der Vergangenheit und als wertvolle Einführung in das Thema angesehen.

Nachteile:

Einige Leser äußerten ihre Enttäuschung darüber, dass das Buch ihre Erwartungen an eine akademischere Analyse nicht erfüllt hat. Sie waren der Meinung, dass die Erzählungen zu skizzenhaft waren, unbeantwortete Fragen aufwarfen und es an unterstützenden Daten für ihre Behauptungen fehlte. Darüber hinaus wurde die Verteidigung der Frauen der Gegenkultur als unkonzentriert empfunden, was zu Frustrationen bei der Präsentation der Ideen führte.

(basierend auf 6 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Daughters of Aquarius: Women of the Sixties Counterculture

Inhalt des Buches:

Es war ein Zeichen der sechziger Jahre. Angezogen von der Verheißung spiritueller und kreativer Freiheit lehnten Tausende von Frauen aus weißen Mittelschichtfamilien die Vorstadthäuslichkeit ihrer Mütter ab, um einen Lebensstil anzunehmen, der dem ihrer Urgroßmütter ähnelte. Sie erlernten eifrig "neue" Fertigkeiten, von der Kompostierung bis hin zum Quilten, als sie das Streben des Jahrzehnts nach Selbstverwirklichung aufnahmen.

"Hippie-Frauen" wurden abwechselnd als Erdenmütter oder Liebesgöttinnen, Jungfrauen oder Vampire gesehen - Bilder, die die wahre Komplexität ihres Lebens verschleierten. Gretchen Lemke-Santangelo nimmt die Leser nun mit nach Haight Ashbury und in die Landkommunen, um zu zeigen, wie sie die Gegenkultur erlebten und gestalteten. Sie stützt sich auf die persönlichen Erinnerungen von Frauen, die dabei waren - darunter so wichtige Persönlichkeiten wie Lenore Kendall, Diane DiPrima und Carolyn Adams -, um einen Einblick zu gewinnen, wie die Frauen der Gegenkultur tickten, wie sie ihre Tage lebten und wie sie sich ihr Leben vorstellten.

Dies ist das erste Buch, das sich speziell auf die Frauen der Gegenkultur konzentriert. Es beschreibt, wie die Geschlechter in der Bewegung wahrgenommen wurden, wobei Frauen einen Großteil der Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Kommune übernahmen. Es untersucht auch das Leben der jüngeren Ausreißer und Töchter, die diesen Lebensstil teilten. Während die Suche nach Selbsterkenntnis im Mittelpunkt der Gegenkultur steht, werden auch die Probleme derjenigen geschildert, die sich den Erwartungen der "freien Liebe" widersetzten, und der Sexismus, dem Frauen in der Kunst ausgesetzt waren, erörtert.

Lemke-Santangelos Arbeit erweitert auch unser Verständnis des Feminismus der zweiten Welle. Sie argumentiert, dass die Frauen der Gegenkultur trotz ihres Bekenntnisses zu traditionellen Rollen Macht aufgrund ihrer Geschlechtsdifferenz beanspruchten und ein älteres Agrarideal wiederbelebten, das der weiblichen produktiven Arbeit einen höheren Wert beimaß. Am wichtigsten ist vielleicht, dass sie zeigt, wie sie diese Werte nutzten, um die Praktiken der Gegenkultur in den Mainstream zu überführen, und so dazu beitrugen, die Einstellung der Mittelklasse zu allen Themen von Spiritualität über Kindererziehung bis hin zur Umwelt zu verändern.

Mit Fotografien und Plakaten, die die Ära zum Leben erwecken, bietet Daughters of Aquarius sowohl einen Einblick in eine prägende Bewegung als auch eine notwendige Korrektur lang gehegter Klischees über die Gegenkultur. Für alle, die Teil dieser Szene waren - oder sich einfach nur fragen, wie sie war - bietet dieses Buch eine neue Perspektive auf diese Erfahrungen und auf kulturelle Innovationen, die unser aller Leben beeinflusst haben.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780700616336
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2009
Seitenzahl:256

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