Bewertung:

Das Buch bietet eine fesselnde Erforschung von Lebensmittelvergiftungen im Laufe der Geschichte und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit historischen Erzählungen. Während viele Leser es fesselnd und informativ fanden, kritisierten andere es für Ungenauigkeiten, schlechte Schreibqualität und oberflächliche Behandlung historischer Ereignisse.
Vorteile:Fesselnder Schreibstil, angenehm und unterhaltsam zu lesen, einzigartiges Thema zur Geschichte der Lebensmittelvergiftung, gut recherchierte wissenschaftliche Erkenntnisse, geeignet für Geschichts- und True-Crime-Fans.
Nachteile:Zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler, widersprüchliche historische Darstellungen, oberflächliche Behandlung einiger Themen, Verlass auf unbelegte Behauptungen und fehlende Berichterstattung über wichtige historische Ereignisse im Zusammenhang mit Lebensmittelvergiftungen.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Death in the Pot: The Impact of Food Poisoning on History
Spielte eine Lebensmittelvergiftung bei den Hexenprozessen von Salem eine Rolle, die zum Hängen von neunzehn Männern und Frauen führte? Welches Gift war kürzlich mit dem Essen des russischen Ex-KGB-Agenten Viktor Litwinenko verunreinigt, und wie hat es ihn getötet? In Tod im Kochtopf dokumentiert der international renommierte Lebensmittelexperte Morton Satin mehrere kulinarische Missgeschicke und Missetaten in einer fesselnden Erzählung, die sich von der Antike bis in die Gegenwart erstreckt. Sowohl tragische als auch bizarre Ereignisse in der Geschichte sind auf gepanschte Lebensmittel zurückzuführen.
Im fünften Jahrhundert v. Chr. führte die große Pest in Athen, die wahrscheinlich durch verunreinigtes Getreide verursacht wurde, zur Niederlage der Athener im Peloponnesischen Krieg.
Im vorwissenschaftlichen Mittelalter wurden Krankheiten, die auf verunreinigte Lebensmittel zurückzuführen waren, oft dem Zorn Gottes oder böser Geister zugeschrieben.
Stark infektiöses Mutterkorn verursachte einen krampfartigen Muskelzustand, den die Kirche "Antoniusfeuer" nannte und als Vergeltung Gottes an Ketzern interpretierte. Jahrhundert wurden die halluzinogenen Symptome von verschimmeltem Getreide von den Puritanern als Zeichen von Hexerei angesehen.
Selbst der Wahnsinn König Georgs III., der in der Amerikanischen Revolution eine Rolle spielte, könnte durch eine versehentliche Arsenvergiftung ausgelöst worden sein. Im zwanzigsten Jahrhundert berichtet Satin von den Bemühungen der modernen Industriegesellschaften, die Lebensmittel sicherer zu machen; in einigen Fällen waren diese Bemühungen heldenhaft. So wurde in den Anfängen der Food and Drug Administration eine "Poison Squad" gebildet, die aus jungen Wissenschaftlern bestand, die bereitwillig als Versuchskaninchen fungierten, um die toxische Wirkung chemischer Zusatzstoffe zu testen.
Heute konzentriert sich die Regierung auf die Gefahren des Lebensmittel-Bioterrorismus. Abschließend beschreibt Satin die Maßnahmen, die zum Schutz der Öffentlichkeit vor absichtlichen und unabsichtlichen Vergiftungen ergriffen wurden, und berichtet über die jüngsten Vergiftungsfälle. Als faszinierender Einblick in die Geschichte aus einem einzigartigen Blickwinkel und als maßgebliches Nachschlagewerk zur Lebensmittelsicherheit bietet "Tod im Topf" eine unterhaltsame und informative Lektüre für Laien wie auch für Experten der Lebensmitteltechnologie und des Gesundheitswesens.