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Todd Webb in Africa: Outside the Frame
Todd Webb ist vor allem für seine gekonnte fotografische Dokumentation des Alltagslebens und der Architektur in Städten, vor allem in New York und Paris, sowie für seine Fotografien des amerikanischen Westens bekannt. Dieses neue Buch zeigt eine andere Seite von Webbs Arbeit, die von einem Auftrag stammt, der ihn in acht afrikanische Länder führte.
Im Jahr 1958 wurde Webb von den Vereinten Nationen eingeladen, Togoland (heute Togo), Ghana, Kenia, die Föderation von Rhodesien und Njassaland (heute Simbabwe, Sambia und Malawi), Somaliland (heute Somalia), Sudan, Tanganjika und Sansibar (heute Tansania) während eines fünfmonatigen Auftrags zu dokumentieren. Ausgestattet mit drei Kameras und dem Auftrag, den industriellen Fortschritt zu dokumentieren, kehrte er mit etwa fünfzehnhundert Farbnegativen zurück, von denen jedoch weniger als zwanzig in schwarz-weiß von der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Vereinten Nationen veröffentlicht wurden. Das Archiv war dann über fünfzig Jahre lang verschollen und wurde erst 2017 vom Todd Webb Archive wiederentdeckt.
Todd Webb in Africa enthält über 150 beeindruckende Farbfotografien von Webbs Einsatz bei den Vereinten Nationen in Afrika. Dieses Buch und eine begleitende Wanderausstellung bieten einen fachkundigen Einblick in Webbs Bilder mit Beiträgen von afrikanischen und amerikanischen Wissenschaftlern. Die enthaltenen Essays setzen sich mit den Fotografien in ihrem historischen und künstlerischen Kontext auseinander und geben einen entscheidenden Einblick in die Rolle der Fotografie bei der Visualisierung von nationaler Unabhängigkeit und tief verwurzeltem Imperialismus.