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Lethal Encounters: Englishmen and Indians in Colonial Virginia
Diese ausführliche Geschichte der Interaktionen zwischen englischen Siedlern und amerikanischen Indianern während des ersten Jahrhunderts der Kolonie Virginia erklärt, warum sich ein harmonisches Zusammenleben als unmöglich erwies. Während die romantische Geschichte der Kolonie Jamestown oft nacherzählt wurde, sind die Ereignisse nach der Heirat von Pocahontas und John Rolfe weniger gut bekannt.
Der Frieden und das Wohlwollen waren nicht von Dauer. Innerhalb von einhundert Jahren nach der Ankunft der englischen Siedler in Virginia war die indianische Bevölkerung durch Kriege, Krankheiten und wahllose Ausrottung um mehr als 90 Prozent reduziert worden. Die ersten erfolgreichen Ansiedlungen der Briten in Amerika liegen mehr als vierhundert Jahre zurück.
Es überrascht nicht, dass die historischen Berichte über diese Ereignisse oft Ungenauigkeiten enthielten. Diese fesselnde Studie über das koloniale Virginia, die auf den neuesten Forschungsergebnissen beruht, wirft ein neues Licht auf die Spannungen zwischen den Engländern und den amerikanischen Indianern und klärt die Fakten über mehrere geschichtsträchtige Beziehungen.
In Lethal Encounters (Tödliche Begegnungen) untersucht Alfred A. Cave, warum die englischen Siedler nicht in der Lage waren, eine friedliche und produktive Beziehung zu den Ureinwohnern der Region aufzubauen, und erklärt, wie die tiefsitzenden Vorurteile, die sowohl die Weißen als auch die Indianer hegten, die Unvereinbarkeit ihrer wirtschaftlichen und sozialen Systeme und das Versagen von Führungspersönlichkeiten wie John Smith, Powhatan, Opechancanough und William Berkeley zu diesem Zusammenbruch beitrugen.
Alfred A. Cave ist emeritierter Professor für Geschichte an der Universität von Toledo und Autor zahlreicher Bücher, darunter The Pequot War und Prophets of the Great Spirit: Native American Revitalization Movements in Eastern North America (Nebraska, 2006).