
Toll-Like Receptors in Health and Disease
Das vorliegende Buch konzentriert sich auf die Toll-like-Rezeptoren (TLRs), die als erste Mustererkennungsrezeptoren (PRRs) beim Menschen entdeckt wurden. So wurde beispielsweise TLR4 1997 erstmals beim Menschen als PRR erkannt, der das gramnegative bakterielle Lipopolysaccharid (LPS) erkennt.
Diese Entdeckung revolutionierte das Gebiet der angeborenen Immunität und füllte eine lange bestehende Lücke in der Erkennung von Krankheitserregern durch das Immunsystem. Heute ist bekannt, dass der Mensch 10 (TLR1-TLR10) und die Maus 12 (TLR1-TLR13) funktionelle TLRs besitzt, mit Ausnahme von TLR10, der als defektes Pseudogen vorliegt. TLRs kommen sowohl als membrangebundene extrazelluläre (TLR1, TLR2, TLR4, TLR5, TLR6 und TLR10) als auch als intrazelluläre (TLR3, TLR7, TLR8 und TLR9) PRRs beim Menschen vor, die verschiedene pathogen- oder mikrobenassoziierte molekulare Muster (PAMPs oder MAMPs) und von den Wirtszellen freigesetzte tod- oder schadensassoziierte molekulare Muster (DAMPs) erkennen.
In den letzten 24 Jahren seit ihrer ersten Entdeckung beim Menschen hat sich die Biologie der TLR stark weiterentwickelt. In diesem Buch wird ihre Rolle bei der Wirtsabwehr, der menschlichen Fortpflanzung, nicht-infektiösen sterilen Entzündungszuständen, einschließlich der Immunität des Gehirns und zerebrovaskulärer Erkrankungen, Signalmechanismen, adaptiver Immunität und ihrer Ausrichtung auf die Entwicklung von Arzneimitteln beschrieben.