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Toni Morrison and the Natural World: An Ecology of Color
Kritiker haben die afroamerikanische Literatur routinemäßig von ökokritischen Untersuchungen ausgeschlossen, obwohl die literarische Tradition von Anfang an von Umweltbelangen durchdrungen war, die sich mit Elementen der natürlichen Welt befassen und die Natur mit dem transatlantischen Sklavenhandel, der Plantagenarbeit und der Nationalität in Verbindung bringen. Das Werk von Toni Morrison bildet hier keine Ausnahme. Toni Morrison und die natürliche Welt: An Ecology of Color ist die erste umfassende ökokritische Untersuchung der Romane der Nobelpreisträgerin und stellt eine beispiellose Auseinandersetzung zwischen Ethnie und Natur in den Vordergrund.
Morrisons ökologisches Bewusstsein geht davon aus, dass menschliche Geografien mit der nichtmenschlichen Natur verwoben sind. Daraus folgt, dass die Ökologie, der Zweig der Biologie, der untersucht, wie Menschen miteinander und mit ihrer Umwelt in Beziehung stehen, ein geeigneter Rahmen für dieses Buch ist. Die Wechselbeziehungen und Interaktionen zwischen Individuum und Gemeinschaft sowie zwischen Organismen und Biosphäre stehen im Mittelpunkt dieser Analyse. Sie verdeutlichen, dass das Menschliche und das Nicht-Menschliche Teil eines größeren Ökosystems von Wechselwirkungen und Transformationen sind. Toni Morrison und die natürliche Welt ist nach Farben gegliedert und untersucht die Erde (braun) in The Bluest Eye und Paradise; die Pflanzenwelt (grün) in Song of Solomon, Beloved und Home; Gewässer (blau) in Tar Baby und Love; und Feuer (orange) in Sula und God Help the Child.
Toni Morrison und die natürliche Welt leistet einen wichtigen Beitrag zur Umweltforschung und stellt einen Meilenstein in der Morrison-Forschung dar, indem es eine rassistisch geprägte Lesart der Natur liefert.