Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Darstellung der südkoreanischen Politik und analysiert die Dynamik zwischen der demokratischen Regierung und der politischen Elite. Es beleuchtet die Herausforderungen einer echten Repräsentation in einer Demokratie und betont die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement und Journalismus.
Vorteile:⬤ Fesselnde Erzählung
⬤ aufschlussreiche Analyse der südkoreanischen Demokratie
⬤ relevant für globale politische Fragen
⬤ betont die Rolle der Zivilgesellschaft und des Journalismus.
Für Leser, die sich nicht für Politikwissenschaft interessieren, möglicherweise nicht geeignet; für diejenigen, die mit dem Thema nicht vertraut sind, möglicherweise komplex.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Top-Down Democracy in South Korea
Während die Volksbewegungen in Südkorea zu Recht für Schlagzeilen sorgen, weil sie einen politischen Wandel erzwingen und die Regierenden zur Rechenschaft ziehen, sind diese Bewegungen nur ein Teil der Geschichte des Aufbaus und der Praxis der Demokratie. In Top-Down Democracy in South Korea dokumentiert Erik Mobrand einen anderen Teil - die elitengeleitete Gestaltung und Verwaltung von Wahl- und Parteiinstitutionen.
Selbst als das Land die autoritäre Herrschaft hinter sich ließ, reagierten die Eliten auf freiere und gerechtere Wahlen, indem sie ausgrenzende Praktiken und Formen der Parteiorganisation eher festigten als aufgaben. Mobrand untersucht die politische Entwicklung Südkoreas von 1945 bis zum Ende der Diktatur in den 1980er Jahren und bis ins 21.
Jahrhundert und stellt die Ansicht in Frage, dass die Ursprünge des postautoritären politischen Systems in einer Reihe von Volksbewegungen liegen, die schließlich die Repression aufhoben. Er argumentiert, dass wir Demokratisierung nicht als die Etablierung eines völlig neuen Systems betrachten sollten, sondern als die subtile Vermischung neuer formaler Regeln mit früheren Autoritätsstrukturen, politischen Institutionen und legitimierenden Normen.