
Dead in the Water: Global Lessons from the World Bank's Model Hydropower Project in Laos
Seit Jahrzehnten werden große Staudammprojekte sowohl von Staaten als auch von internationalen Organisationen mit dem Ziel durchgeführt, Gutes zu tun: Überschwemmungen zu verhindern, die Landbevölkerung mit Strom zu versorgen, Einnahmen für arme Länder zu erzielen und vieles mehr.
Doch immer wieder haben die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Kosten den Nutzen der Dämme überwogen, manchmal in einem katastrophalen Ausmaß. In diesem Band fordert eine Gruppe von Experten, die seit Jahren mit dem Nam Theun 2-Staudamm in Laos zu tun haben, dringend eine kritische Neubewertung des Ansatzes und der Gründe für diese Art von großen Infrastrukturprojekten in Entwicklungsländern.
In den 2000er Jahren, als die Weltbank unter den Enthüllungen über frühere Misserfolge im Bereich der Wasserkraft litt, förderte sie dennoch das riesige Nam Theun 2-Projekt. NT2, so glaubte die Bank, würde ein neues, klügeres Modell für die Entwicklung von Staudämmen bieten, das die Armut lindern, die Umwelt schützen, die betroffenen Menschen vor Ort auf transparente Weise einbeziehen und einen politischen Wandel fördern würde. Dies war ein hoher Anspruch.
In diesem Buch wird zum ersten Mal detailliert aufgezeigt, warum der Staudamm trotz der Beteuerungen der Weltbank und anderer an dem Projekt beteiligter Stellen in Wirklichkeit ein großer Verlust für die betroffenen Dorfbewohner und die regionale Umwelt war. Nam Theun 2 ist eine wichtige Fallstudie, die viel weitreichendere Probleme der globalen Entwicklungspolitik veranschaulicht.