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Totally Truffaut: 23 Films for Understanding the Man and the Filmmaker
In Totally Truffaut beantwortet die Autorin Anne Gillain zwei komplexe Rätsel: Wie werden Erfahrungen in Filme eingebettet? Was zieht das Publikum in die Kinos? François Truffaut arbeitete wie Fellini, Bergman oder Scorsese mit autobiografischem Material, und Totally Truffaut verfolgt die verschlüsselte Einschreibung wichtiger Lebensereignisse in seinen Filmen, von seiner unehelichen Geburt bis zu seiner leidenschaftlichen und zum Scheitern verurteilten Beziehung zu Catherine Deneuve. Das Buch konzentriert sich zunächst auf den Prozess der Einbettung von Erfahrungen in Fiktionen und insbesondere in visuelle Formen und Muster.
Es versucht auch, den Wahrnehmungsmodus zu definieren, den die Filmsprache beim Betrachter auslöst. Wenn wir einen Kinosaal betreten, erwarten wir einen Wahrnehmungsgenuss. Truffauts kreatives Schaffen ist dem Ziel gewidmet, diese Droge für das Publikum zu destillieren, eine Ambition, die für die Entwicklung seines Stils von zentraler Bedeutung ist.
Diese beiden Themen sind eng miteinander verbunden, und Totally Truffaut verfolgt Film für Film ihre sich kreuzenden Wege. Dabei wird auch die wesentliche Rolle hervorgehoben, die mehrere große Schauspielerinnen - Jeanne Moreau, Françoise Dorléac, Isabelle Adjani, Jacqueline Bisset, Fanny Ardant oder Catherine Deneuve - bei der Entstehung der Filme gespielt haben.