Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Darstellung des Kilpatrick-Dahlgren-Überfalls, die sich durch umfangreiche Recherchen und gut ausgearbeitete Erzählungen auszeichnet. Während viele Rezensenten die detaillierte Berichterstattung und Lesbarkeit loben, kritisieren einige den Schreibstil, die wahrgenommene Voreingenommenheit und die chronologische Verwirrung.
Vorteile:⬤ Sehr umfassender und gut recherchierter Bericht über den Kilpatrick-Dahlgren-Überfall.
⬤ Fesselnder Schreibstil, der das Buch lesenswert macht.
⬤ Enthält interessante biografische Skizzen und detaillierte Analysen der wichtigsten Ereignisse und Personen.
⬤ Empfehlenswert für alle, die sich für die Geschichte des Bürgerkriegs interessieren, und eine wertvolle Ergänzung für Bibliotheken.
⬤ Einige Rezensenten bemerkten, dass der Schreibstil irritierend und verworren sein kann, was zu einem schwierigen Leseerlebnis führt.
⬤ Berichte über chronologische Verwirrung können die Gesamtklarheit beeinträchtigen.
⬤ Wahrgenommene Voreingenommenheit gegenüber einer pro-nordischen Perspektive.
⬤ Es wurden Fälle von schlechtem Lektorat, einschließlich Rechtschreibfehlern und falschem Gebrauch, erwähnt.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Kill Jeff Davis: The Union Raid on Richmond, 1864 Volume 51
Das vordergründige Ziel des umstrittenen Kilpatrick-Dahlgren-Überfalls auf Richmond (28. Februar bis 3. März 1864) war die Befreiung von etwa 13 000 in der konföderierten Hauptstadt gefangen gehaltenen Unionskriegsgefangenen. Die Befehle, die bei der Leiche des untergeordneten Befehlshabers des Überfalls, Oberst Ulric Dahlgren, gefunden wurden, deuten jedoch darauf hin, dass der konföderierte Präsident Jefferson Davis gefangen genommen oder getötet und Richmond in Brand gesetzt werden sollte. Was wirklich geschah, und wie und warum, ist bis heute umstritten. Kill Jeff Davis wirft einen neuen Blick auf den gescheiterten Überfall und stützt sich auf neu entdeckte Dokumente und wenig bekannte Quellen, um endgültige Antworten zu liefern.
In diesem detaillierten und gründlich recherchierten Bericht über den berühmtesten Kavallerieüberfall des Bürgerkriegs beschreibt der Autor Bruce M. Venter eine Expedition, die sorgfältig geplant, aber schlecht ausgeführt wurde. Eine Vielzahl von Faktoren vereitelte den Überfall: schlechtes Wetter, mangelhafte Logistik, unzureichende Befehls- und Kontrollstrukturen, Unkenntnis des Geländes, Versagen der Hilfstruppen sowie persönliche und berufliche Unzulänglichkeiten der Anführer. Venter geht auf die Hintergründe und Folgen des Debakels ein, beginnend mit den politischen Manövern, die der kommandierende Brigadegeneral Judson Kilpatrick inszenierte, um Präsident Abraham Lincoln und Kriegsminister Edwin Stanton zu überzeugen, den Überfall zu genehmigen. Venters Untersuchung der Beziehung zwischen Kilpatrick und Brigadegeneral George A. Custer beleuchtet die Gründe, warum der extravagante Custer von dem Überfall auf Richmond ausgeschlossen wurde.
In einer lebendigen Erzählung, die die vielfältigen Probleme beschreibt, mit denen die Angreifer konfrontiert waren, enthüllt Kill Jeff Davis neue Details über den afroamerikanischen Führer, den Dahlgren hängen ließ; über die Verteidiger der konföderierten Hauptstadt, die nicht nur die "alten Männer und jungen Burschen" des Volksglaubens waren; und über General Benjamin F. Butlers Expedition zur Gefangennahme von Davis sowie über Custers Ablenkungsangriff auf Charlottesville.
Venters durchdachte Neuinterpretationen und gut begründete Beobachtungen räumen mit vielen Mythen und Fehlwahrnehmungen auf. Er erzählt endlich die ganze Geschichte dieses heiß umstrittenen Moments in der Geschichte des Bürgerkriegs.