
Toward Common Ground - The Story of the Ethical Societies in the United States
Das Experiment der moralischen Religion, das als Ethical Culture bezeichnet wird, begann in Amerika in den turbulenten Jahren nach dem Bürgerkrieg. Den Anstoß dazu gab 1876 Felix Adler, dessen Streben nach Idealismus Männer und Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, verschiedenen Glaubensrichtungen und sogar mit unterschiedlichen Auslegungen der moralischen Religion auf eine "gemeinsame Basis" brachte.
Diese Vielfalt belebte die Bewegung, deren "Credo" es war, die Religion vom Mythos zu trennen, die sich wandelnden Werte zu bewerten und das, was an zeitgenössischen Werten wertvoll war, in das tägliche Leben von Männern und Frauen zu integrieren. Dies ist eine offizielle Geschichte der Ethischen Kultur von ihrer Gründung im Jahr 1876 bis zu ihrem 75-jährigen Bestehen. Prof.
Radest hat Jahre damit verbracht, ein Archiv der Geschichte der Bewegung zusammenzustellen, und zwar auf der Grundlage von Interviews mit Mitgliedern, die sich an die glühenden Anfangsjahre sozialer Reformen und philosophischer Kontroversen erinnerten, von Briefen und persönlichen Erinnerungen führender Persönlichkeiten sowie von sorgfältigen Recherchen zu den Programmen und Maßnahmen, die im Laufe der Jahre initiiert und weiterentwickelt wurden. Es handelt sich niemals um eine trockene Geschichte: Die Geschichte der ethischen Kultur ist eine Geschichte ihrer Zeit.
So viele soziale Reformprogramme wurden von der Gesellschaft angeregt oder unterstützt - Schulen, Siedlungshäuser, Hausbesuche von Krankenschwestern, Rechtshilfe, Kinderbetreuung, Bürgerrechte. Die Lektüre von "Toward Common Ground" liefert überzeugende Beweise dafür, dass die Vitalität der Ethical Culture in ihrem Engagement für den Idealismus als Herausforderung für die Gegenwart und die Zukunft liegt.
Und die Lektüre wird sich für alle lohnen, die sich für die amerikanische Geschichte interessieren - ob religiös oder sozial.