Bewertung:

In den Rezensionen wird hervorgehoben, dass das Buch wichtige Einblicke in die oft übersehene Geschichte der Beziehungen zwischen Afroamerikanern und amerikanischen Ureinwohnern bietet, wobei der Schwerpunkt auf den Erfahrungen der schwarzen Frauen liegt. Viele finden, dass das Buch zum Nachdenken anregt, gut gegliedert ist und ein Muss für das Verständnis der Kämpfe der Frauen im Laufe der Geschichte ist.
Vorteile:Das Buch regt zum Nachdenken an, ist gut gegliedert, deckt ein wenig erforschtes Thema hervorragend ab, beleuchtet die Geschichte schwarzer Frauen, regt zu Diskussionen in Buchklubs an und fesselt den Leser so sehr, dass er es kaum aus der Hand legen kann.
Nachteile:Der Inhalt könnte für einige Leser überwältigend sein, und einige Wahrheiten könnten für manche Menschen schwer zu akzeptieren sein.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Trail Sisters: Freedwomen in Indian Territory, 1850-1890
Afroamerikanische Frauen, die von den Cherokee-, Choctaw-, Chickasaw-, Seminolen- und Creek-Nationen versklavt wurden, führten ein Leben, das von völliger Unterwerfung bis zu anerkannter Verwandtschaft reichte. Unabhängig von ihrem Status folgten sie während der Umsiedlung dem Trail of Tears in den Fußstapfen ihrer Sklavenhalter und erlitten dieselben lebensbedrohlichen Entbehrungen und die gleiche Armut.
Als wäre die Umsiedlung in das Indianerterritorium nicht schon katastrophal genug, erschütterte der Bürgerkrieg die Welt dieser Sklavinnen noch mehr, indem er Familien zerstreute, Eigentum zerstörte und die sozialen und familiären Beziehungen zerrüttete. Plötzlich waren sie frei, konnten sich aber nirgendwo hinwenden. Die befreiten Frauen fanden sich in einem Labyrinth aus Bundes- und Stammesaufsichten, indianischen Ressentiments und eindringenden Unternehmern und Siedlern wieder, um ein neues Leben zu führen.
In bemerkenswerter Weise bauten sie ihre Familien wieder auf und erwarben die nötigen Fähigkeiten, um in einem aufkeimenden kapitalistischen Umfeld ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie bemühten sich um Bildung und knüpften neue Beziehungen zu eingewanderten schwarzen Frauen und Männern und schafften es, eine Grundlage für ihr Überleben zu schaffen.
Linda Williams Reese ist die erste, die den harten und oft bitteren Weg dieser Frauen von ihrer Ankunft im Indianerterritorium bis zu ihrem Status als freie Bürgerinnen im Jahr 1890 nachzeichnet. Dabei stellt sie fest, dass sie nicht weniger Pionierinnen des amerikanischen Westens waren als ihre indianischen oder anderen Schwestern aus den Plains.