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Training for Catastrophe: Fictions of National Security After 9/11
Eine zeitgemäße, politisch kluge Untersuchung darüber, wie unmögliche Katastrophen die sehr realen Möglichkeiten unserer Welt formen
Warum sollte sich der sonst so zugeknöpfte nationale Sicherheitsstaat reißerische Zukunftsszenarien wie eine Zombie-Apokalypse ausdenken? In Training for Catastrophe zeigt die Autorin Lindsay Thomas, wie unser Sicherheitsregime die Plausibilität neu definiert und sich auf unwahrscheinliche und sogar unwirkliche Ereignisse konzentriert, anstatt auf wahrscheinliche. Mit einem eingehenden Blick auf die Bereitschaft (ein zentrales, seit 9/11 aufkommendes Paradigma der nationalen Sicherheit) untersucht sie, wie die Fiktion die nationale Sicherheit prägt.
Thomas findet die Fiktion in unerwarteten Zusammenhängen, von politischen Dokumenten und Schulungshandbüchern am Arbeitsplatz bis hin zu Comics und Videospielen. Anhand dieser Texte - sowie zahlreicher Science-Fiction-Texte - untersucht sie die Philosophie der Bereitschaft und fragt nach den Wurzeln, warum wir explizit fiktive Ereignisse als real ansehen sollen. Thomas stellt eine Verbindung zwischen dieser philosophischen Grundlage und der Art und Weise her, wie sich Vorsorge in der heutigen Politik auswirkt, und betont, wie ästhetische Elemente wie Realismus, Genre, Charakter und Handlung eingesetzt werden, um die Menschen dazu zu bringen, einige Katastrophen als normal anzusehen und andere zu ignorieren.
Training for Catastrophe ist ein wichtiges Beispiel dafür, wie diese Dokumente Zustimmung und Zustimmung hervorrufen. Thomas schöpft aus einem riesigen Textarchiv - darunter ein Comic der Centers for Disease Control über eine Zombie-Apokalypse, das Werk von Audre Lorde und die Politthriller des ehemaligen nationalen Sicherheitsberaters Richard Clarke - um schwierige Fragen über den Nutzen und die Werte der Fiktion zu stellen. Training for Catastrophe ist eine wichtige Aussage darüber, wie die nationale Sicherheit in Fragen der Kunst und des Lebens eindringt, und ein zeitgemäßer Beitrag zur Frage, wie wir Katastrophen begegnen.