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Transforming Therapy: Mental Health Practice and Cultural Change in Mexico
Oaxaca ist für viele Dinge bekannt - seine indigenen Gruppen, archäologischen Stätten, Kunsthandwerk und Textilien - aber nicht für seine psychische Gesundheitspflege. Wenn man sich mit Oaxacanern über psychische Gesundheit unterhält, sagen die meisten, dass es ein Tabuthema ist und dass die Leute dort denken, dass man „verrückt sein muss, um zu einem Psychologen zu gehen“. Dennoch gibt es in ganz Oaxaca Schilder, die für die Dienste eines psicologico werben; es gibt prominente Konferenzen von Fachleuten für psychische Gesundheit; und Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Neurotiker florieren, in denen die Teilnehmer aufstehen und sagen: „Hola, mi nombre es Raquel, y soy neurotica.“.
Wie lässt sich das jüngste Wachstum von Therapien nach europäischem Vorbild in der Region erklären? Die Autorin Whitney L. Duncan analysiert dieses Phänomen der „Psy-Globalisierung“ und entwickelt eine reichhaltige Ethnografie seiner Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Oaxaca-Bewohner und ihre Emotionen. Sie zeigt, wie sich globalisierende Formen der Betreuung auf den lokalen Kontext auswirken und diesen verändern. Sie befasst sich auch mit den Auswirkungen der Migration von Mexiko in die Vereinigten Staaten auf die psychische Gesundheit, sowohl für Migranten, die zurückkehren, als auch für die Familienmitglieder, die sie zurücklassen.
Dieses Buch wurde mit dem Norman L. und Roselea J. Goldberg-Preis der Vanderbilt University Press für das beste Buch im Bereich Medizin ausgezeichnet.