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Mourning in the Anthropocene: Ecological Grief and Earthly Coexistence
Enorme ökologische Verluste und tiefgreifende planetarische Veränderungen bedeuten, dass unsere Zeit eine Zeit ist, in der wir über das Menschliche hinaus trauern. Doch, so argumentiert Joshua Trey Barnett in diesem wortgewaltigen und eindringlichen Buch, ist unsere Fähigkeit, um andere zu trauern, die nicht menschlich sind, weder natürlich noch unvermeidlich.
Indem er persönliche Erzählungen, theoretische Betrachtungen und aufschlussreiche Lektüren kultureller Artefakte miteinander verwebt, legt er nahe, dass ökologische Trauer am besten als eine rhetorische Leistung zu verstehen ist. Als eine Sammlung weltbildender Praktiken verleiht die Rhetorik den Dingen Bedeutung, verleiht ihnen Wert, lenkt die Aufmerksamkeit, erzeugt Wissen und schürt Gefühle.
Indem er sich auf drei rhetorische Praktiken konzentriert - Benennen, Archivieren und Sichtbarmachen - zeigt Barnett, wie sie uns darauf vorbereiten, vergangene, gegenwärtige und zukünftige ökologische Verluste zu betrauern. Dieses Buch, das gleichzeitig diagnostisch und präskriptiv ist, enthüllt rhetorische Praktiken, die unsere ökologische Trauer in Gang setzen, und beleuchtet Wege zu einem stärker verbundenen, fürsorglichen irdischen Zusammenleben.