Bewertung:

In den Rezensionen wird das Buch allgemein für seine detaillierte Schilderung der Reise der tschechischen Legion in einer turbulenten historischen Zeit gelobt, die die Komplexität ihrer Situation und den breiteren Kontext der Gründung der Tschechoslowakei hervorhebt. Die Autorin wird für ihre gründliche Recherche, ihre fesselnde Erzählweise und ihre Fähigkeit, eine weniger bekannte Geschichte zugänglich zu machen, gelobt. Einige Leser finden jedoch, dass der Umfang zu groß ist, was zu langwierigen Abschnitten führt, und wünschen sich detailliertere Berichte über spezifische militärische Aktionen und Karten.
Vorteile:⬤ Fesselnde und gut recherchierte Erzählung, die eine weniger bekannte historische Episode zum Leben erweckt.
⬤ Bezieht Primärquellen wie Briefe und Tagebücher mit ein und bietet so eine Perspektive aus erster Hand.
⬤ Hebt die Bedeutung der tschechischen Legion im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Tschechoslowakei hervor.
⬤ Zugänglich und unterhaltsam für allgemeine Leser, nicht nur für Historiker.
⬤ Enthält wertvolle Einblicke in die tschechische Geschichte und Identität.
⬤ Einige Abschnitte werden als zu detailliert oder langatmig empfunden, insbesondere was die diplomatische Geschichte betrifft.
⬤ Die Leser wünschen sich mehr Informationen über bestimmte Schlachten und Anführer der tschechischen Legion.
⬤ Es fehlen visuelle Hilfsmittel wie Karten und Fotos, um das Verständnis zu verbessern.
⬤ Der breite Umfang kann Leser überfordern, die nicht an allen tangentialen Details interessiert sind.
(basierend auf 45 Leserbewertungen)
Dreams of a Great Small Nation: The Mutinous Army That Threatened a Revolution, Destroyed an Empire, Founded a Republic, and Remade the Map of Europe
In der Geschichte gibt es kaum eine parallele Episode, die gleichzeitig so romantisch ist und ein so großes Ausmaß hat. -- Winston S. Churchill
Im Jahr 1917 standen zwei Imperien, die große Teile Europas und Asiens beherrscht hatten, am Rande des Abgrunds, erschöpft von den ruinösen Kosten des Ersten Weltkriegs in Form von Blut und Schätzen. Als das kaiserliche Russland und das von den Habsburgern beherrschte Österreich-Ungarn zu erliegen begannen, sah eine kleine Gruppe tschechischer und slowakischer Kriegsveteranen, die in Sibirien gestrandet waren, eine Gelegenheit, ihren lang gehegten Traum von der Unabhängigkeit zu verwirklichen.
Ihr kühner und komplexer Plan, ihre 50.000 Mann starke Armee auf dem Land- und Seeweg über drei Viertel der Erdoberfläche zu bewegen, erregte die Aufmerksamkeit der Alliierten in London, Paris und Washington.
Auf ihrer Reise durch Sibirien kam es auf einem abgelegenen transsibirischen Bahnhof zu einer Schlägerei, die einen großen Aufstand auslöste. Die marodierende Tschecho-Slowakische Legion übernahm die Kontrolle über die Transsibirische Eisenbahn und damit auch über Sibirien. Am Ende trug diese kleine Gruppe von Kriegsgefangenen und Deserteuren, deren Stärke von Leo Trotzki als größte Bedrohung für die sowjetische Herrschaft angesehen wurde, dazu bei, das österreichisch-ungarische Reich zu zerstören und die Tschecho-Slowakei zu gründen.
Der britische Premierminister David Lloyd George bezeichnete ihr Abenteuer als eines der größten Epen der Geschichte, und der frühere US-Präsident Teddy Roosevelt erklärte, dass ihre Leistungen, soweit ich weiß, in der antiken oder modernen Kriegsführung beispiellos waren.