Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Making Trieste Italian, 1918-1954
Der Hafen von Triest, der an einem strategisch wichtigen Punkt an der Spitze der Adria liegt, hatte in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eine turbulente Geschichte.
Mit dem Verschwinden des Habsburgerreichs nach dem Ersten Weltkrieg ging er in italienische Hände über. Während des Zweiten Weltkriegs eroberten die Nazis die Stadt als Teil des Reichs zurück.
1945 geriet Triest durch Titos Hände und wurde unter die Kontrolle der alliierten Militärregierung internationalisiert. 1954 kehrte die Stadt in die italienische Souveränität zurück. Dieses Buch untersucht den Wandel Triestes von einem kaiserlichen Handelszentrum am Schnittpunkt der italienischen, deutschen und balkanischen Welt zu einer italienischen Grenzstadt am südlichen Rand des Eisernen Vorhangs.
Das Buch konzentriert sich auf lokale Quellen und zeigt, wie die für ihre kosmopolitische mitteleuropäische Zugehörigkeit bekannten Triestiner nach dem Ersten Weltkrieg eine italienische bürgerliche Identität artikulierten, und zeichnet den wechselhaften Prozess der Bekräftigung von Triestes Italienischsein im Laufe von fast vier Jahrzehnten liberaler, faschistischer und internationaler Herrschaft nach. Sie legt nahe, dass die Italianisierung das Ergebnis komplizierter Interaktionen mit Rom und der Einmischung internationaler Mächte war, die versuchten, Westeuropa am Rande des Balkans zu stärken.