
Dieser schmale Roman, mit dem eine erfrischende junge französische Stimme den englischen Lesern vorgestellt wird, ist sowohl eine fesselnde Liebesgeschichte als auch eine Untersuchung des Angriffs der Menschheit auf die natürliche Welt. Nach einer siebentägigen Reise über den Südatlantik an Bord eines Hummerbootes, das Kapstadt bedient, kommt Ida auf der Insel Tristan an.
In der kleinen Inselgemeinde, einem Dorf an den Hängen eines Vulkans, dessen einzige Grenzen der unermessliche Himmel und der Ozean sind, verschiebt sich ihre Orientierung allmählich, während sich die Zeit langsam auszudehnen beginnt. Als ein Frachtschiff in der Nähe einer Nachbarinsel auf Grund läuft und große Mengen Öl ausläuft, herrscht plötzlich hektische Betriebsamkeit in der Stadt. Ida schließt sich eifrig einem Team von drei Männern an, die zu der kleinen Insel fahren, um ölverschmierte Pinguine zu retten.
Eines Nachts begleitet einer der Männer sie zurück zu der Hütte, in der sie wohnt. Sie erleben eine Liebesnacht, die auf der abgelegenen Insel weiter wächst.
Zwei Wochen lang sind sie von der Welt abgeschnitten - die See ist rau, kein Boot kann sie abholen - und der Tanz ihrer Körper und ihre alles verzehrende Liebe sind ihr einziger Horizont. Clarence Boulay folgt dem Rhythmus des Ozeans und des ungezähmten Windes und schafft es auf brillante Weise, ein schwindelerregendes Gefühl der sinnlichen Verlassenheit zu erzeugen.
Tristan hisst die emotionalen Segel und stellt alle Gewissheiten auf den Kopf.