
Truber, Ungnad & Vergerio: Territorial Churches in the Habsburg/Ottoman Borderlands
Truber, Ungnad & Vergerio: Territorial Churches in the Habsburg/Ottoman Borderlands bietet eine kritische Studie über die lutherischen Reformatoren in Krain, einer ehemaligen Provinz an der heutigen kroatisch-slowenischen Grenze, und dient als Fallstudie für das übrige habsburgisch-osmanische Grenzgebiet. Im Mittelpunkt stehen die österreichischen Habsburger, Wohltäter der Reformatoren, die das lutherische Territorialkirchenmodell von Johannes Brenz übernehmen wollten, das den Habsburgern die Möglichkeit bot, ihre Hegemonie über die Region jahrzehntelang auszubauen.
In dieser Zeit waren drei Personen maßgeblich am Aufbau dieser Bewegung beteiligt: der Reformator und Bibelübersetzer Primus Truber, der lutherische Diplomat Peter Paul Vergerio und der österreichische Adelige Hans Ungnad, der durch sein persönliches Netzwerk eine zentrale Rolle bei der Übertragung slawischer Übersetzungen biblischer und evangelischer Texte nach Krain spielte, was zum weiteren Ausbau der habsburgischen Einflusssphäre und zu ihrem großen Ziel - der Eindämmung der Osmanen - beitrug.
Alle drei Männer bauten Unterstützungsnetzwerke auf, zu denen auch namhafte gemäßigte Katholiken und Schweizer Reformierte gehörten, und verließen sich auf ihre Netzwerke, um ihren Glauben zu verbreiten und sie finanziell zu unterstützen. Die Verwendung des Modells der lutherischen Territorialkirche bedeutet einen Versuch, ein lutherisches Bekenntnis und eine lutherische Kirchenordnung in den slowenischen und kroatischen Gebieten zu etablieren, indem sie diese dem regionalen Reformator gegenüber loyal machen, der für die Vermittlung göttlicher Tugenden und des wahren Glaubens verantwortlich ist.