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Virtue and Politics: Alasdair MacIntyre's Revolutionary Aristotelianism
Die Aufsätze in dieser Sammlung untersuchen die Auswirkungen von Alasdair MacIntyres Kritik an Liberalismus, Kapitalismus und dem modernen Staat, seinen frühen Marxismus und die komplexen Einflüsse marxistischer Ideen auf sein Denken. Ein zentraler Gedanke ist, dass MacIntyres politische und soziale Theorie eine Form des revolutionären - nicht reaktionären - Aristotelismus ist.
Die Autoren setzen sich in unterschiedlichem Maße mit den theoretischen Fragen von MacIntyres Kritik auseinander und versuchen, seine Einsichten zu erweitern und zu vertiefen. Das Buch enthält einen neuen einleitenden Essay von MacIntyre, How Aristotelianism Can Become Revolutionary, und endet mit einem Essay, in dem MacIntyre die Beiträge der anderen Autoren kommentiert. Es enthält auch Kelvin Knights Aufsatz Revolutionary Aristotelianism aus dem Jahr 1996, der erstmals konservative Aneignungen von MacIntyres Kritik am Liberalismus herausforderte, indem er seinen Aristotelianismus durch die Brille seiner früheren Auseinandersetzung mit Marx neu interpretierte.
Dies ist eine ausgezeichnete Sammlung. Seine besondere Stärke ist die nachhaltige Konzentration auf Alasdair MacIntyres politisches Denken, insbesondere auf MacIntyres komplizierte Beziehung zum Marxismus und seine Verschuldung ihm gegenüber.
In ihrer Einleitung stellen die Mitherausgeber fest, dass die Rezeption von MacIntyre innerhalb der politischen Philosophie weitgehend reduktiv und einseitig war, nämlich dass er lediglich als konservativer Kommunitarist betrachtet wurde. Indem er sich auf MacIntyres radikales Erbe konzentriert, trägt dieser Band dazu bei, diese vereinfachende Fehlwahrnehmung zu korrigieren.
--Keith Breen, Queen's University Belfast.