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Tweening the Girl; The Crystallization of the Tween Market
Tweening the Girl stellt das Argument in Frage, dass der Tween-Markt Mitte der 1990er Jahre entstand.
Tatsächlich wurden junge Mädchen in den 1980er Jahren als Tweens bezeichnet und von den Vermarktern und später auch von den Medien als eine der wertvollsten Kunden des Kapitalismus gefeiert. Tweening the Girl zeichnet sachkundig die Entstehung der Tweens in dieser Zeit nach, als sie dem Verbrauchermarkt allmählich als lukrative Kunden, Märkte und Zuschauer bekannt wurden.
Es wird deutlich, dass das Tweener-Dasein, das oft als natürliche Kategorie der Kindheit angesehen wird, in Wirklichkeit ein Produkt der Jugendmedienindustrie ist, die begann, das Mädchen im Vorschulalter als eine eigene Marktnische zu positionieren, die aus dem Übergangsbereich zwischen Kindheit und Jugend herausgeschnitten wurde. Das Buch stützt sich in erster Linie auf eine Textanalyse von Fachpublikationen aus den 1980er und frühen 1990er Jahren und zeigt auf anschauliche Weise die synergetischen Prozesse der Marketing-, Werbe-, Merchandising- und Medienindustrie auf, die sich langsam für das Mädchen zu interessieren begannen und es als Tween definierten: eine mündige Konsumentin, die kein Kind mehr ist, aber auch noch nicht ganz ein Teenager.