Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Untersuchung der Typologie im biblischen Kontext, insbesondere in Bezug auf das Neue Testament und dessen Verständnis der Erlösungsgeschichte. Während viele Leser die Tiefe und die Einsichten schätzen, kritisieren einige die Gliederung und die Relevanz bestimmter Abschnitte.
Vorteile:⬤ Hervorragender Nachdruck mit ausgezeichneter Druckqualität.
⬤ Wertvolle Quelle für Bibelstudenten, die sich eingehend mit der Typologie befasst.
⬤ Goppelt bietet eine umfassende und tiefgründige Sicht der Rolle der Typologie in der Erlösungsgeschichte, wobei er ihre Verbindung zu Jesus Christus hervorhebt.
⬤ Nützliche historische Rückblicke und Definitionen sind enthalten, von denen Leser mit unterschiedlichem Hintergrund profitieren.
⬤ Der erste Teil des Buches über die spätjüdische Typologie wird als irrelevant und übermäßig lang empfunden, was einige dazu veranlasst, vorzuschlagen, dass er ohne Verlust entfernt werden könnte.
⬤ Die Gliederung des Inhalts ist frustrierend; sie wechselt zwischen zahlreichen Details, ohne dass eine befriedigende übergreifende Erzählung entsteht.
⬤ Einige Leser stellen die Klarheit und Praktikabilität von Goppelts typologischen Bezügen in Frage und meinen, dass die Konzentration auf kleinere Details vom Verständnis der größeren Themen ablenkt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Typos: The Typological Interpretation of the Old Testament in the New
Dies ist ein Print-on-Demand-Buch und kann daher nicht zurückgegeben werden.
In den Jahren 1938-39 promovierte Leonhard Goppelt in Erlangen mit dem Titel "Typos: Die typologische Deutung des Alten Testaments im Neuen". Der bleibende Wert seiner Arbeit zeigte sich 1969, als diese Dissertation mit einem Anhang über "Apokalyptik und Typologie bei Paulus" neu aufgelegt wurde. Goppelts Werk hat seine Bedeutung bewahrt, weil es sich mit der biblischen Hermeneutik - der Lehre von der Methodik der Bibelauslegung - befasst, einem Thema, das in den letzten Jahren wieder an Interesse gewonnen hat.
Bei seiner Suche nach einer normativen Hermeneutik beruft sich Goppelt auf die neutestamentliche Auslegung des Alten Testaments als Leitfaden. Er bietet "eine Untersuchung der für das Neue Testament charakteristischen Schriftauslegung" an, um einen einheitlichen Leitfaden für die heutige Bibelauslegung zu liefern. Für Goppelt steht die Frage im Mittelpunkt, wie das Alte Testament und Jesus Christus zusammenhängen, und Goppelt findet die Antwort auf diese Frage darin, wie das Neue Testament das Alte Testament interpretiert - typologisch.
Goppelt beginnt mit einem kurzen Überblick über die verschiedenen Definitionen der Typologie, um festzustellen, wie sie sich von der Allegorie unterscheidet, mit der sie oft verwechselt wird. Nach diesem einleitenden Kapitel gliedert Goppelt sein Werk in drei Teile: Typologie im Spätjudentum, Typologie im Neuen Testament und Apokalyptik und Typologie bei Paulus. In seinem Überblick über das Spätjudentum untersucht Goppelt sowohl das palästinensische als auch das hellenistische Judentum, um den Stellenwert der Typologie in deren Literaturen zu bestimmen. Mit Blick auf das Neue Testament untersucht Goppelt zunächst die Darstellung Jesu Christi in den synoptischen Evangelien und der Apostelgeschichte. Elemente dieser Darstellung sind Jesus als Prophet, als Sohn Davids und Herr sowie als Menschensohn. Goppelt sieht jede dieser Charakterisierungen typologisch mit dem Alten Testament verbunden. In ähnlicher Weise findet Goppelt in seinem nächsten Kapitel über die Kirche, wie sie in den Synoptikern und der Apostelgeschichte dargestellt wird, eine Reihe von typologischen Beziehungen zwischen dem Volk Gottes im Alten Testament und der Kirche im Neuen Testament.
Als nächstes untersucht Goppelt die Paulusbriefe auf Paulus' Gebrauch der Schrift im Allgemeinen und auf seine Sicht von Christus und der Kirche. Goppelt fügt hier kurze Abhandlungen über 1 und 2 Petrus und Judas an. In den folgenden Kapiteln behandelt Goppelt den Hebräerbrief, das Johannesevangelium und schließlich Apokalyptik und Typologie bei Paulus. Hier untersucht er auch die traditionellen Ansätze zum Verhältnis von Altem und Neuem Testament, den Ursprung und die Legitimität des typologischen Ansatzes sowie das Verhältnis von Typologie und historisch-kritischer Methode.