
Tyranny and Usurpation: The New Prince and Lawmaking Violence in Early Modern Drama
Jahrhunderts erlebte das englische Drama das Aufkommen des "tyrant by entrie" oder des Usurpators, der den früheren "tyrant by the administration" als wichtigsten Antihelden des politischen Dramas ablöste. Dieser Usurpator oder, im Sinne Machiavells, principe nuove, war ein Fürst ohne dynastische Ansprüche, der seine Souveränität durch seine eigene 'virt�' und durch einen Akt der 'gesetzgebenden' Gewalt erlangt.
In den frühen Moralstücken der Tudors ging es ausschließlich um den legitimen Monarchen, der zum Tyrannen wird; im politischen Drama der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts finden wir in den uns noch zur Verfügung stehenden Texten keinen einzigen Fall von Usurpation. Im Gegensatz dazu wimmelt es in den historischen und tragischen Stücken der späten elisabethanischen und jakobinischen Zeit von illegitimen Monarchen. In fast allen Geschichtsstücken Shakespeares, in mindestens vier seiner zehn Tragödien und sogar in einigen seiner Komödien ist die Usurpation oder die potenzielle Usurpation der Herrschergewalt ein zentrales Handlungselement.
Warum und wie wird die Usurpation im englischen Theater thematisiert? Welches sind die politischen, historischen, rechtlichen und dramaturgischen Veränderungen, die diesen Moment des Auftauchens beeinflussen und von ihm beeinflusst werden? Tyrannei und Usurpation ist die erste abendfüllende Studie, die sich ausschließlich der Untersuchung von Usurpation und Tyrannei im Drama und in der Politik des 16: The New Prince and Lawmaking Violence die bestehenden disziplinären Grenzen in Frage stellen, um sich mit diesen kritischen Fragen auseinanderzusetzen.