Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von Aufsätzen prominenter Intellektueller über die Rezeption von Comics. Obwohl es für sein interessantes Thema und seine bemerkenswerten Beiträge anerkannt ist, wird es durch redaktionelle Probleme beeinträchtigt und einige Leser finden es übermäßig prätentiös und veraltet.
Vorteile:⬤ Interessantes Thema
⬤ beeindruckende Bandbreite und Qualität der Beiträge
⬤ dient als ausgezeichnete Quelle für Forscher und engagierte Fans von politischen oder redaktionellen Comics.
⬤ Zahlreiche Tipp- und Druckfehler beeinträchtigen das Leseerlebnis
⬤ einige Aufsätze werden als prätentiös, übermäßig vereinfachend oder herablassend empfunden
⬤ Mangel an aktuellen Diskussionen über moderne grafische Erzählungen und Manga.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Arguing Comics: Literary Masters on a Popular Medium
Als Art Spiegelmans Maus - eine zweiteilige Graphic Novel über den Holocaust - 1992 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, gewann die Comic-Forschung zunehmend an Popularität und Bedeutung. Der Aufstieg der "seriösen" Comics hat ein wachsendes Interesse hervorgerufen, da Wissenschaftler, Journalisten und öffentliche Intellektuelle weiterhin die Geschichte, Ästhetik und Semiotik des Mediums Comic erforschen.
Diejenigen, die über Comics schreiben, gehen jedoch oft davon aus, dass die Analyse des Mediums erst mit der Bewegung der Kulturwissenschaften begonnen hat. Arguing Comics: Literary Masters on a Popular Medium versammelt fast zwei Dutzend Essays von bedeutenden Schriftstellern und Intellektuellen, die Comics und Comic-Bücher in der Zeit zwischen der Jahrhundertwende und den 1960er Jahren analysiert, angenommen und sogar angegriffen haben. Von E. E. Cummings, der sich für George Herrimans Krazy Kat einsetzte, bis zu Irving Howe, der sich über Harold Grays Little Orphan Annie aufregte, zeigt dieser Band, dass Comics über ein Jahrhundert lang ein wichtiges Schlachtfeld in den Kulturkriegen waren.
Mit gehaltvollen Essays von Umberto Eco, Marshall McLuhan, Leslie Fiedler, Gilbert Seldes, Dorothy Parker, Irving Howe, Delmore Schwartz und anderen zeigt dieser Sammelband, wie all diese Autoren comicbezogene Themen als Einstieg in umfassendere Debatten über moderne Kunst, kulturelle Standards, Alltagsleben und Massenkommunikation aufgriffen.
Arguing Comics" zeigt, wie prominente Schriftsteller vom Jazz Age über die Zeit der Depression bis zur Blütezeit der New Yorker Intellektuellen in den 1950er Jahren über Comics und damit über die Populärkultur insgesamt dachten.