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On Parliamentary War: Partisan Conflict and Procedural Change in the U.S. Senate
Die Dysfunktionalität im Senat wird durch die sich verschlechternden Beziehungen zwischen den Mehrheits- und Minderheitsparteien verursacht. Eine geregelte Ordnung gibt es praktisch nicht mehr, und häufig sind unorthodoxe parlamentarische Verfahren erforderlich, um wichtige Gesetze zu verabschieden.
Demokraten und Republikaner führen im Senat einen parlamentarischen Krieg, um die Zukunft des Landes zu lenken. James Wallner stellt ein Verhandlungsmodell für Verfahrensänderungen vor, um das Fortbestehen des Filibusters in diesem polarisierten Umfeld zu erklären, und konzentriert sich dabei auf die Dynamik, die für umstrittene Verfahrensänderungen verantwortlich ist. Wallners Modell erklärt, warum Senatsmehrheiten den Filibuster in der Vergangenheit toleriert haben, selbst wenn er ihre Agenda vereitelt hat, obwohl sie die Macht hatten, ihn abzuschaffen.
Es zeigt auch, warum die damalige demokratische Mehrheit die nukleare Option einsetzte, um den Filibuster für einen Richterkandidaten Obamas im Jahr 2013 zu beseitigen. Der spieltheoretische Ansatz von On Parliamentary War enthüllt die Beziehung zwischen parteipolitischen Konflikten und verfahrenstechnischen Veränderungen im Senat.