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On the Drafting of Tribal Constitutions, 1
Felix Cohen (1907-1953) war einer der führenden Architekten des New Deal für Indianer und ein unerschütterlicher Verfechter der Rechte der amerikanischen Indianer. Er wurde 1933 ins Innenministerium berufen, half bei der Ausarbeitung des Indian Reorganization Act (1934) und leitete einen Ausschuss, der die Stämme bei der Organisation ihrer Regierungen unterstützen sollte. Sein im November 1934 vorgelegtes „Basic Memorandum on Drafting of Tribal Constitutions“ (Grundlegendes Memorandum zur Ausarbeitung von Stammesverfassungen) enthielt praktische Leitlinien für diese Bemühungen.
Das Memorandum, das weitgehend in Vergessenheit geraten war, bis Cohens Papiere mehr als ein halbes Jahrhundert später freigegeben wurden, erhält nun die Aufmerksamkeit, die es seit langem verdient hat. David E. Wilkins präsentiert das gesamte Werk, herausgegeben und eingeleitet mit einem Essay, der seine Ursprünge beschreibt und es in den historischen Kontext stellt. Cohen empfahl jedem Stamm, alte Traditionen zu bewahren, die denjenigen, die Verfassungen ausarbeiteten, Weisheit vermittelten. Er lehnte es entschieden ab, „konservierte Verfassungen aus Washington zu schicken“, und bot Ideen für die Einbeziehung des politischen, sozialen und kulturellen Wissens und der Strukturen der Eingeborenen in neue Stammesverfassungen an.
On the Drafting of Tribal Constitutions zeigt, dass die Konzepte der indigenen Autonomie und Selbstverwaltung für die Eingeborenenvölker im Laufe der Geschichte von entscheidender Bedeutung waren. Da die heutigen Stammesregierungen Reformen durchführen, bietet Cohens Memorandum erneut eine Fülle von Erkenntnissen darüber, wie frühere Verfassungen am besten geändert werden können. Außerdem hilft es Wissenschaftlern, den historischen politischen Wandel, der durch den Indian Reorganization Act herbeigeführt wurde, besser zu verstehen.