Bewertung:

Das Buch „Über die Liebe zu Gott“ von Bernhard von Clairvaux ist eine tiefgründige Erforschung der Liebe aus christlicher Sicht, die theologische Erkenntnisse mit praktischen Anwendungen verbindet. Die Leserinnen und Leser schätzen die Tiefe und Klarheit des Buches, auch wenn einige es manchmal als zu komplex empfinden. Während viele die zeitgenössische Relevanz und die reichhaltigen biblischen Bezüge schätzen, wird das Fehlen von Kommentaren in einigen Ausgaben und die Komplexität des Inhalts kritisiert.
Vorteile:Tiefgründige und aufschlussreiche Erforschung der Liebe, klare und logische Erklärungen, gut strukturiert, reiche Verwendung von Bibelstellen, kurze und eindringliche Lektüre, sowohl für Philosophen als auch für Theologen geeignet.
Nachteile:Manchmal etwas schwer zu verstehen, für manche Leser zu komplex, in manchen Ausgaben fehlen Kommentare, und manche Leser meinen, dass es nach dem ersten Kapitel an fesselndem Inhalt fehlt.
(basierend auf 19 Leserbewertungen)
On Loving God
Ihr wollt, dass ich euch sage, warum man Gott lieben soll und wie sehr. Ich antworte: Der Grund, Gott zu lieben, ist Gott selbst.
Und das Maß der Liebe, das ihm gebührt, ist eine unermessliche Liebe. Ist das klar? Zweifellos, für einen nachdenklichen Menschen.
Aber ich bin auch den Unklugen etwas schuldig. Ein Wort an die Klugen ist ausreichend.
Aber ich muss auch an die einfachen Leute denken. Deshalb mache ich mich freudig daran, das oben Gemeinte näher zu erläutern. Wir sollen Gott um seiner selbst willen lieben, und zwar aus einem doppelten Grund.
Nichts ist vernünftiger, nichts ist nützlicher. Wenn jemand fragt: "Warum soll ich Gott lieben?", kann er meinen: "Was ist das Schöne an Gott?" oder "Was soll ich gewinnen, wenn ich Gott liebe? In beiden Fällen gibt es denselben hinreichenden Grund für die Liebe, nämlich Gott selbst. Und zunächst zu seinem Anspruch auf unsere Liebe. Könnte irgendein Titel größer sein als der, dass er sich für uns unwürdige Elende hingegeben hat? Und da er Gott ist, welches bessere Geschenk könnte er anbieten als sich selbst? Wenn man also nach dem Anspruch Gottes auf unsere Liebe sucht, so ist dies der wichtigste: Weil er uns zuerst geliebt hat (1. Johannes 4, 19).