Bewertung:

Das Buch regt zum Nachdenken über Reichtum, Luxus und gesellschaftliche Einstellungen an, insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten politischen und wirtschaftlichen Probleme. Es regt die Leser dazu an, über ihre eigenen Perspektiven in Bezug auf Wohlstand und Konsum nachzudenken.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben, mit fundierten historischen und literarischen Kenntnissen
⬤ informativ über die Geschichte der Einstellung zu Luxus
⬤ regt zum persönlichen Nachdenken und zu Diskussionen an.
Bietet keine neuen Informationen für diejenigen, die bereits über westliche Gesellschaftsthemen Bescheid wissen; dient vielleicht nur als Erinnerung, anstatt neue Einsichten zu bieten.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
On Luxury: A Cautionary Tale: A Short History of the Perils of Excess from Ancient Times to the Beginning of the Modern Era
Mit Diamanten besetzte Handtaschen aus Alligatorleder. Achtzehngängige Festmahle.
Yachten, die so lang sind wie ganze Stadtviertel. Im einundzwanzigsten Jahrhundert weisen viele darauf hin, dass solch auffälliger Konsum das moralische Versagen eines zügellosen Kapitalismus widerspiegelt, der die Werte der Gemeinschaft auf dem Altar der Gier opfert. Fernsehshows wie Keeping Up with the Kardashians veranschaulichen die Torheit von Reichtum ohne Verantwortung, auch wenn sie ihre Protagonisten auf ein Podest der Begierde heben.
Unser Unbehagen an der Extravaganz ist nicht neu. Schon die alten Griechen und Römer rätselten über das ideale Verhältnis zwischen Moral und Luxus.
Politik, Religion und Wirtschaft beeinflussten die Debatte, und das Konzept des Luxus als moralische Frage wurde zu einem Kernthema der christlichen Theologie und sogar zu einem Eckpfeiler der Gründung Amerikas. Die Menschen fürchten seit langem den bösen Einfluss des Luxus. Die Gesellschaft hat öffentlich und privat die Tugenden der Mäßigung und der Zurückhaltung gepriesen und den Luxus als Nährboden für Laster und Sünde verurteilt.
Nachdem der Kapitalismus und die Konsumrevolution das Stigma des Luxus beseitigt hatten, wandelte sich das Konzept des Luxus radikal - von einem gefürchteten Laster zu einem Marketinginstrument des neuen kapitalistischen Zeitalters. In dieser lebendigen und zum Nachdenken anregenden Erzählung zeigt William Howard Adams, wie dieses gleichzeitige Misstrauen und die Umarmung von Luxus das westliche Denken seit drei Jahrtausenden durchdrungen hat und uns zu der Frage führt: Was kostet die Seele?