
Across Texts: Essays on Different Forms of French Textuality
Die hier versammelten Aufsätze spiegeln eine langjährige Beschäftigung mit Aspekten der modernen französischen Kultur wider.
Sie reichen vom Kanonischen (kein französischer oder europäischer Filmemacher wird allgemein mehr bewundert als Renoir; nur wenige Schauspielerinnen haben so starke Gefühle geweckt wie Arletty) über das asketisch Philosophische (wofür es schwierig wäre, ein treffenderes Beispiel als Simone Weil zu finden) bis hin zum niederen, wenn nicht gar gefräßigen Materiellen (die regionale Küche von Lyon). Der fait divers - das Verbrechen der Papin-Schwestern - trifft hier auf den ideologischen Streit - die querelle zwischen Badiou und Marty - in einer Sammlung, deren verbindendes Thema paradoxerweise ihr Eklektizismus ist.
Keith Reader hat in Cambridge studiert und wurde in Oxford mit einer Arbeit über Stendhal promoviert. Er verbrachte dreieinhalb Jahre in Frankreich und vertiefte dort seine Kenntnisse über das Land und seine Kultur. Es folgte eine lange Zeit an der Kingston Polytechnic-then-University, wo er die Möglichkeit hatte, bahnbrechende Kurse in Theorie und Film zu entwickeln.
Es folgten Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten von Newcastle und Glasgow. Derzeit ist Keith Reader emeritierter Gastprofessor am Institut der University of London in Paris.