
Overlooked Places and Peoples: Indigenous and African Resistance in Colonial Spanish America, 1500-1800
Dieses Buch untersucht die hemisphärische Geschichte von übersehenen Völkern und Orten, die das koloniale spanische Amerika geprägt haben.
Der Band konzentriert sich auf die Erfahrungen von Ureinwohnern, Afrikanern und Afroamerikanern sowie Castas (Menschen mit gemischter Abstammung), die in Regionen lebten, die als randständig, marginal oder peripher wahrgenommen wurden. Das Buch deckt einen umfassenden geografischen Bereich ab, der Nordmexiko, Zentralamerika, die Karibik und Südamerika umfasst, sowie einen weitreichenden chronologischen Zeitraum, der von den ersten Kolonisierungsepisoden des 16. Jahrhunderts bis zur Dämmerung der spanischen Herrschaft im späten 18. Jahrhundert. Die Kapitel beleuchten die verschiedenen Völker, von halbsesshaften und nicht-sesshaften Eingeborenengruppen und Mosquito-Kapitänen bis hin zu freien afrikanischen Gouverneuren, die im gesamten spanischen Amerika lebten, arbeiteten, kämpften, regierten und Gemeinschaften bildeten. Der Band untersucht, wie diese übersehenen Völker die kolonialen Prozesse der Eroberung, Vertreibung und Umsiedlung bewältigten, und lenkt dabei die Aufmerksamkeit auf lokale Faktoren, die diese Erfahrungen beeinflussten, darunter ökologische Veränderungen, Rivalitäten, Diplomatie, Schmuggelware, Zeit und Entfernung sowie Geografie. Durch die Analyse der lokalen und zeitlichen Kontexte bieten die Studien in diesem Band neue Erkenntnisse darüber, warum die Protagonisten dieser Orte streitbar - durch Widerstand oder Flucht - oder kooperativ - durch die Annahme von Verträgen oder Allianzen - reagierten.
Nichtfachleute - Studenten, Buchhändler und Bibliothekare - werden sich von den einzelnen Fallstudien angezogen fühlen, während Wissenschaftler diese Sammlung als unverzichtbares Forschungsinstrument betrachten werden.