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Translation in the Arab World: The Abbasid Golden Age
Die Übersetzungsbewegung der Abbasidenzeit, die fast dreihundert Jahre andauerte, war ein einzigartiges Ereignis in der Weltgeschichte. In dieser Zeit wurde ein Großteil der intellektuellen Tradition der Griechen, Perser und Inder ins Arabische übersetzt - eine Sprache, in der es zuvor keine Geschichte der Übersetzung oder der Wissenschaft, Medizin oder Philosophie gegeben hatte. Dieses Buch untersucht die kulturellen und politischen Konflikte, die die Übersetzung in den neuen abbasidischen Staat einbrachte, aus einer soziologischen Perspektive und betrachtet die Übersetzung als Prozess und als Produkt.
In den einleitenden Kapiteln werden die Faktoren skizziert, die zur Entstehung und Beendigung der Übersetzungstätigkeit in der abbasidischen Zeit beitrugen, bevor in einzelnen Kapiteln wichtige Ereignisse der Übersetzungsbewegung behandelt werden, wie die Übersetzung von Aristoteles' Poetik ins Arabische, Abdullah ibn al-Muqaffas bahnbrechende Übersetzung des indisch-persischen Kalilah wa Dimna ins Arabische und die Übersetzung wissenschaftlicher Texte. Weitere Kapitel befassen sich mit der Frage, ob die Abbasiden eine Übersetzungstheorie hatten und warum trotz dreihundertjähriger Übersetzungstätigkeit kein einziges Gedicht ins Arabische übersetzt wurde. Das letzte Kapitel befasst sich mit dem Einfluss der Übersetzung während dieser Zeit auf die arabische Sprache.
Das Buch bietet eine neue Lesart vieler Themen, die mit dieser Zeit verbunden sind, und stützt sich auf moderne Übersetzungstheorien. Es ist eine wichtige Lektüre für Wissenschaftler und Forscher in den Bereichen Übersetzungswissenschaft, Orientalistik und Arabistik, Buchgeschichte und Kulturgeschichte.