Bewertung:

Das Buch hat sehr unterschiedliche Kritiken erhalten. Viele lobten die Tiefe, die Entwicklung der Charaktere und die komplexe Erforschung von Themen wie Verlust, Kultur und menschliche Beziehungen. Allerdings wurde es auch für seinen verwirrenden Erzählstil, die fehlende Auflösung und die vermeintliche Ziellosigkeit kritisiert, was einige Leser enttäuscht zurückließ.
Vorteile:⬤ Gut ausgearbeiteter Schreibstil mit Subtilität und Tiefe
⬤ reichhaltige Charakterentwicklung
⬤ Erkundung komplexer Themen wie Trauer und kulturelle Identität
⬤ fesselndes Erzählen
⬤ schöne und poetische Prosa
⬤ erweckt ein starkes Gefühl für den Ort, insbesondere in Bezug auf die mexikanische Kultur.
⬤ Verwirrender Erzählstil, dem man nur schwer folgen kann
⬤ abruptes und unbefriedigendes Ende
⬤ einige Charaktere fühlen sich substanzlos an
⬤ starke Symbolik und wechselnde Perspektiven können einige Leser abschrecken
⬤ unregelmäßiges Tempo, bei dem einige Teile an Fahrt verlieren.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
In fünf außergewöhnlichen Wohnungen leben fünf außergewöhnliche Familien. Jede Wohnung hat die Form einer Zunge und trägt den Namen einer Geschmacksrichtung - süß, salzig, sauer, bitter und umami. Und die Mieter sind nicht weniger exzentrisch. In Umami lebt der pensionierte Lebensmittelanthropologe Alf, Vermieter und Erbauer des Gebäudes. In Bitter wohnt die manisch-depressive Marina, die weder isst noch malt, sondern mit Worten Farben erfindet; in Sauer lebt das frischgebackene Elternpaar Daniel und Daniela, und in Salzig wohnen die Perez-Walkers mit ihrer Tochter Ana, auch bekannt als Agatha Christie, eine frühreife Zwölfjährige, die ihre Tage mit Kriminalromanen verbringt, um den ungelösten Tod ihrer kleinen Schwester zu vergessen.
Auch Alf ist mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert. Er schreibt Briefe an seine verstorbene Frau, in der Hoffnung, dass sie auf irgendeine Weise antworten wird, und Alf und Ana stützen sich gegenseitig - bis ihr Leben außer Kontrolle zu geraten droht. Umami ist ein bemerkenswerter und herzzerreißender Roman, der ebenso fesselnd wie erschütternd ist.
Die Arbeiten von Laia Jufresa sind in McSweeney's, Pen Atlas und Words Without Borders erschienen. Im Jahr 2015 wurde sie vom British Council eingeladen, als erste internationale Schriftstellerin in Residence am Hay Festival in Wales teilzunehmen, und im selben Jahr wurde sie im Rahmen des Projekts M xico20 zu einer der herausragendsten jungen Schriftstellerinnen Mexikos ernannt. Umami ist ihr erster Roman. Sie lebt in Köln, Deutschland.
Sophie Hughes ist Literaturübersetzerin und Lektorin und lebt in Mexiko-Stadt. Ihre Übersetzungen sind in Asymptote, PEN Atlas und der White Review erschienen, ihre Rezensionen im Times Literary Supplement und der Literary Review.