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Ambient Noise in the Sea
Umgebungslärm kann grob als unerwünschter Schall bezeichnet werden, der vom Meer selbst ausgeht. Seine Bestandteile stammen typischerweise aus einer Vielzahl von etwas diffus kombinierten Quellen: Druckänderungen und hydrostatische Effekte von Gezeiten und Wellen, ozeanische Turbulenzen, seismische Störungen, entfernter Schiffsverkehr, Wind, Regenfälle, das Kollabieren von Blasen, die durch die Wellenbewegung entstehen, thermische Bewegung, Meerestiere und biologische Aktivitäten, brechendes Eis und vom Menschen verursachter Lärm wie entfernte Ölplattformen.
Je nach Lage im Ozean, Tages-, Jahres- und Jahreszeiten sowie zufälligen Ereignissen und der Natur können die oben genannten Quellen zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort zum gesamten Umgebungslärm beitragen oder auch nicht, und er kann als breite oder schmale Energiebänder in verschiedenen Bereichen des Frequenzspektrums auftreten. Genauer definiert ist Umgebungslärm der Teil des gesamten Geräuschhintergrunds, der von einem Rundstrahl-Hydrofon im Meer beobachtet wird, der (1) nicht auf das Eigenrauschen des Hydrophonsystems zurückzuführen ist, wie z. B.
das Rauschen der Strömung um das Mess-Hydrophon und alle Formen von elektrischem Rauschen; Umgebungslärm ist unabhängig von den Mitteln, mit denen er beobachtet wird, und (2) nicht auf andere identifizierbare örtliche Lärmquellen zurückzuführen ist. Umgebungslärm ist das, was nach Berücksichtigung aller identifizierbaren Lärmquellen "übrig bleibt".
Umgebungsgeräusche sind ein besonders wichtiger Faktor bei der Erkennung und Identifizierung von Zielen - seien es U-Boote, Unterwasserfahrzeuge, Treibminen oder Fische - in relativ ruhigen Meeresumgebungen und Situationen. Im Fall von aktivem Sonar wird das Umgebungsgeräusch typischerweise zum dominierenden Hintergrund, vor dem der Sonarempfänger versucht, Ziele im Ozeanraum zu erkennen und möglicherweise zu identifizieren (ohne sich an die Suche nach dem Meeresboden zu wenden), wenn es größer ist als das Eigengeräusch und nachdem das relativ laute Nachhallgeräusch, das von den aktiven Sonarimpulsen erzeugt wird, im Sonarzyklus abgeklungen ist. Bei passivem Sonar ist das Umgebungsrauschen nach Berücksichtigung des Eigenrauschens und möglicher Fremdgeräusche aus identifizierbaren Quellen der Hintergrund, vor dem der Sonarempfänger versucht, Ziele zu erkennen und zu identifizieren.
Dieses Buch, AMBIENT NOISE IN THE SEA von Robert Urick, fasst die wichtigsten Merkmale des Umgebungslärms zusammen und bietet dem Leser einen leicht verständlichen Einstieg in die nicht klassifizierte Literatur. Dieses Buch ist ein Muss für Ingenieure in den Bereichen aktive und passive Sonare, Unterwasser-Sensor- und Waffensysteme sowie Unterwasser-Signalverarbeitung.