
Environmental Humanities: A Rethinking of Landscape Archaeology? Interdisciplinary Academic Research Related to Different Perspectives of Landsc
Das Interesse der Archäologie an den Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Natur hat zugenommen. Der Schwerpunkt der Archäologie liegt nicht mehr auf der Entschlüsselung von Bedeutung oder dem Verständnis von Symbolen und der sozialen Konstruktion der Landschaft, sondern auf der Erkenntnis, wie Dinge, Orte und die Umwelt mit ihren eigenen Kräften zur Gestaltung von Beziehungen beitragen.
Das bedeutet, dass die Umwelt nicht als ein leerer Raum betrachtet werden kann, auf den die Bedeutung der Landschaft projiziert wird. Parallel dazu stellt sich im Bereich der Umwelt-Humanwissenschaften die Frage, wie mit der Verflechtung von Mensch und Umwelt umgegangen werden kann.
Wenn die Umwelt wieder als aktiver Akteur des Wandels einbezogen wird, kann die Landschaftsarchäologie besser mit Themen wie der globalen Erwärmung, dem zunehmenden Verlust der biologischen Vielfalt und der zunehmend toxischen Umwelt umgehen. Dabei wird jedoch das menschliche Handeln nicht außer Acht gelassen. Es sind die Menschen, die die ökologischen Herausforderungen von heute verstärken.
Die Geisteswissenschaften befassen sich mit Fragen wie der Frage, wie Bedeutung zugeschrieben wird, welche kulturellen Faktoren menschliches Handeln antreiben, welche Rolle die Ethik spielt, wie Landschaft emotional erlebt wird und wie Konzepte aus Kunst, Literatur und Geschichte in solchen Prozessen der Bedeutungszuschreibung und anderen kulturellen Prozessen funktionieren. Diese geisteswissenschaftliche Herangehensweise ist im Umgang mit den kommenden Klima- und Umweltherausforderungen von größter Bedeutung, und wir brauchen eine neue Landschaftsarchäologie, die sich diesen Herausforderungen stellt, aber auch über die Grenzen der Disziplinen hinweg gut zusammenarbeitet. Hier können Diskussionen mit Wissenschaftlern aus dem aufstrebenden Bereich der Environmental Humanities inspirierend wirken.