Bewertung:

Das Buch bietet eine neue und gründliche Untersuchung der texanischen Revolution und Republik, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle der verschiedenen ethnischen Gruppen und der Komplexität ihrer Beziehungen zueinander liegt. Es zielt darauf ab, Mythen zu entlarven und ein nuancierteres Verständnis der texanischen Geschichte zu fördern, das über die traditionellen Erzählungen hinausgeht, die in erster Linie ikonische Schlachten wie den Alamo betonen.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und präsentiert eine facettenreiche Sicht auf die texanische Geschichte, die verschiedene Perspektiven einbezieht. Es vermeidet moralisierende Betrachtungen, so dass der Leser seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen kann, und ist gut gegliedert und fesselnd erzählt. Die Leser schätzen den Tiefgang, die detaillierten Schilderungen und die Art und Weise, wie historische Persönlichkeiten menschlich dargestellt werden.
Nachteile:Manche Leser könnten es als Herausforderung empfinden, wenn sie eine typische Darstellung der texanischen Geschichte rund um Alamo erwarten. In einigen Kritiken wird darauf hingewiesen, dass der Autor zu einem „revisionistischen“ Standpunkt neigt und möglicherweise negative Aspekte im Zusammenhang mit den in der Erzählung gefeierten ethnischen Gruppen verharmlost. Darüber hinaus waren einige Leser der Meinung, dass eine umfassende Diskussion der von allen beteiligten Gruppen ausgeübten Gewalt fehlt.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Unsettled Land: From Revolution to Republic, the Struggle for Texas
Eine kühne neue Geschichte über die Ursprünge und Nachwirkungen der texanischen Revolution, die zeigt, wie Indianer, Mexikaner und Amerikaner in einer der vielfältigsten Regionen des Kontinents ums Überleben kämpften.
Die texanische Revolution wird seit langem als epische Episode in der Entstehungsgeschichte des amerikanischen Westens dargestellt. Es heißt, dass überlebensgroße Persönlichkeiten wie Sam Houston, David Crockett und William Barret Travis dafür kämpften, Texas von der repressiven mexikanischen Herrschaft zu befreien. In Unbesiedeltes Land enthüllt der Historiker Sam Haynes die Realität, die sich hinter diesem mächtigen Schöpfungsmythos verbirgt. Er zeigt, wie das Leben gewöhnlicher Menschen - weißer Amerikaner, Mexikaner, amerikanischer Ureinwohner und Menschen afrikanischer Abstammung - im Laufe von fünfundzwanzig Jahren durch außergewöhnliche Ereignisse auf den Kopf gestellt wurde. Nach der Schlacht von San Jacinto verschärften sich die Rassengrenzen, als eine neue Nation, die Lone Star Republic, versuchte, die Indianer zu vertreiben, die Mexikaner an den Rand zu drängen und die Versklavten noch stärker zu kontrollieren.
Dies ist eine aufschlussreiche und unverzichtbare neue Erzählung über einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte Nordamerikas.